Willkommen
Gemeinsam diskutieren — Gemeinsam handeln!
Gender, Migration, Reproduktion; dies sind die diesjährigen Themen des Projekts Kritik & Klassenkampf, welches vom 31. Mai - 2. Juni 2013 in der Re- gion Bern stattfinden wird.
Wir wollen mit allen interessierten Personen in Diskussion treten und Handlungsmöglichkeiten für den revolutionären Klassenkampf erarbeiten. Dieses Jahr soll es im Wesentlichen um Gender, Migration und Reproduk- tion, als auch um die Frage nach Möglichkeiten zur Aufhebung dieser Trennlinien des Kapitals gehen. Dabei werden wir diese Themenkomplexe nicht voneinander losgelöst diskutieren, sondern nach Momenten suchen, wo sie zusammenkommen. Anhand vorbereiteter Thesen wollen wir über diese Themen diskutieren.
In den bisherigen Diskussionen sind wir auf Fragen gestossen, welche für uns von zentraler Bedeutung sind, so zum Beispiel:
• Gibt es eine strukturelle Notwendigkeit eines deklassierten Reproduk- tionsbereichs und ist eine geschlechterhierarchische Arbeitsteilung für die kapitalistische Produktionsweise erforderlich?
• Werden sich zukünftige Aufstände an der Krise der Reproduktionsarbeit entzünden und in welcher Art und Weise werden sie sich äussern?
• Wo und wie finden die Kämpfe der Migrantinnen statt und welche Rolle se- hen wir für uns dabei?
• Was erwarten wir von der Wanderung von Kampfformen und wann und un- ter welchen Umständen bringen Migranten den Klassenkampf voran?
• Welche Entwicklungen und Auseinandersetzungen eröffnen Möglichkeiten zur Aufhebung der Trennlinien des Kapitals?
Aufruf: Gender, Migration, Reproduktion: Trennlinien des Kapitals und ihre Aufhebung
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Tanz dich Frei 3.0
Für viele war das Tanz dich Frei 2.0 ein Höhepunkt des letzten Jahres. Wie sich ein bunter Haufen von 20'000 Leuten unbewilligt ihren Freiraum geschaffen hat, war legendär.
Es wird nun Zeit das Tanz dich Frei drei in Angriff zu nehmen.
Auch dieses Jahr wollen wir mehr als einfach feiern. Es geht nicht um ein neues Nachtleben-Konzept.
Wir wollen verantwortungsbewusst, selbstbestimmt leben.
Es braucht niemanden, der vermeintlich unsere Interessen vertritt, uns kontrolliert und beherrscht.
Die Stadt soll nicht wie ein Unternehmen profitorientiert funktionieren, sondern Lebensraum für alle bieten.
Wir lehnen das kapi- talistische System, welches auf Unterdrückung und Ausbeutung basiert, ab.
Parteien und Vereine haben versucht, das Tanz dich Frei 2.0 für ihre Anliegen zu missbrauchen. Wir betonen ein weiteres Mal, dass wir unabhängig sind von jeglichen Parteien.
Ihren Vorschriften und Regeln, halten wir die Solidarität und die Selbstorganisation entgegen.
Dass dies funktioniert, wurde bereits letztes Jahr bewiesen.
Es haben sich unzählige Menschen mit kreativen Aktionen, eigenen Soundmobilen und vielem mehr beteiligt und somit einen grossen Umzug ermöglicht.
Also Zeigen wir ein weiteres Mal, dass wir nicht so einfach still zu kriegen sind und machen den 25.5.2013 zu einem unvergesslichen Tag, wenn es heisst: Tanz dich Frei drei - im Mai!
Link zum Facebook-Event
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Communiqué zum Revolutionären 1. Mai in Bern
Gut 200 Personen liefen an der diesjährigen 1. Mai Kundgebung in Bern im revolutionären Block mit.
Der revolutionäre Block zog unter dem Motto „Nieder mit der Lohnarbeit!“ kraftvoll und lautstark durch die Stadt zum Bundesplatz. Mit einem Flugblatt wurde versucht auf die Sinnlosigkeit der Forderung nach fairem Lohn hinzuweisen – Lohnarbeit ist immer Ausbeutung, immer schaffen die Arbeitenden mehr Wert, als ihnen in Form von Lohn zukommt. In diesem Ausbeutungsverhältnis „Fairness“ zu fordern, ist absurd. Den Flyer findet ihr hier.
Die Revolutionären waren auch während der anschliessenden Kundgebung auf dem Bundesplatz präsent. Einerseits mit einem Stand an welchem Lite- ratur, Filme, CD's und T-Shirts verkauft wurden und andererseits wurde eine Broschüre der Gruppe Überzeit verteilt in welcher auf die meist ge- stellten Fragen gegenüber den Revolutionären Antworten formuliert sind.
Die Broschüre findet ihr auf www.überzeit.ch.
Überwinden wir diese Zeit, in der die einen Überzeit arbeiten, während Arbeitslose über Zeit, nicht aber über ausreichend Mittel verfügen.
Nieder mit der Lohnarbeit!
Bilder zur Demonstration gibt es hier.
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Heraus zum Revolutionären 1. Mai!
Auch dieses Jahr wird es wieder einige Veranstaltungen im Vorfeld der 1. Mai Demonstration geben.
Bei der Lohnarbeit geht es nicht um dich und deine Bedürfnisse, sondern um den Profit der Kapitalisten. Kapitalisten stellen uns nur dann ein, wenn sie mit unserer Arbeit Profit machen können. Das heisst wir erhalten nur einen Bruchteil des Wertes, den wir herstellen.
Fordern wir nicht einen fairen Lohn, denn das bedeutet faire Ausbeutung. Machen wir Schluss mit der Ausbeutung - nieder mit der Lohnarbeit!
Die Termine (Kritik Picknicks, Filme und Konzert) findet ihr hier.
Aufruftext: Vom fairen Lohn...

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Nicht lange fackeln mit Nazis! - Communiqué
Medienmitteilung zum Antifaschistischen Abendspaziergang in Bern am 16. Februar 2013
Ein Mobilisierungserfolg: Unter dem Motto "Nicht lange fackeln mit Nazis!" zogen heute Samstag rund 350 Antifaschistinnen und Antifaschisten durch die Berner Innenstadt und machten klar: Bern bleibt nazifrei! Vor einer knappen Woche erst wurde dank antifaschistischer Recherche publik, dass Neonazis anlässlich des Jahrestages der Bombardierung Dresdens zu ei- nem Fackelmarsch in Bern aufrufen. Die Rechtsextremen sagten daraufhin ihren Marsch ab.
Weil die Neonazis bei ihren Aufmärschen in Dresden immer mehr mit anti- faschistischem Widerstand zu kämpfen hatten, führen sie seit einigen Jahren vermehrt Gedenkmärsche in anderen Orten durch – offensichtlich auch in der Schweiz. 2012 marschierten rund 60 Naziskins durch Hombrech- tikon ZH, dieses Jahr unternahmen sie einen bereits im Vorfeld gescheiter- ten Versuch in Bern. Offensichtlich war es den Neonazis weder bewusst, dass heute in Bern Fasnacht ist, noch dass sie auf entschlossenen Wider- stand stossen würden.
Zum gescheiterten Fackelmarsch aufgerufen hatten einschlägig bekannte Neonazis aus der Gruppierung "Legion Werwolf" mit Verbindungen nach Deutschland. Eine dieser Personen - Jonas Schneeberger - wurde 2011 aus der Rechtsaussenpartei "Schweizer Demokraten" ausgeschlossen, da wäh- rend seiner Kandidatur für dieselbe Partei Fotos auftauchten, die ihn in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald zeigen, den Arm zum Hitlergruss gestreckt. Ausserdem wurde vor kurzem publik gemacht, dass er Gründungsmitglied der "Weisse Wölfe Terror Crew" ist (siehe auch hier) - bereits der Name dieser Gruppierung dürfte wohl genügend Aufschluss über deren Ausrich- tung geben. Ebenfalls Gründungsmitglied ist Sebastien Nussbaumer, der letztes Jahr in zweiter Instanz wegen insgesamt 44 Delikten zu 39 Monaten Haft verurteilt worden war. Im Mai schoss er im Zürcher Niederdorf einen Gesinnungsgenossen nieder und versuchte dann, nach Hamburg zu flüch- ten, wo er schliesslich verhaftet wurde.
Bern bleibt nazifrei!
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Nicht lange fackeln mit Nazis!
Heraus zum Antifaschistischen Abendspaziergang am Samstag 16. Februar 2013 um 19.00 Uhr, Besammlung bei der Heiliggeistkirche in Bern.
Für den 16. Februar 2013 haben Neonazis zum Fackelmarsch durch Bern auf- gerufen. Stattfinden soll er während der Berner Fasnacht um 19.00 Uhr, der genaue Ort ist unbekannt
Fackelmärsche haben in rechtsextremen Strukturen eine lange Tradition. Noch am Abend des 30. Januar 1933 organisierten die Nationalsozialisten einen Fackelmarsch durch Berlin, um die Machtübergabe an Adolf Hitler öf- fentlich zu zelebrieren. Nur wenige Monate später wiederholte das „Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda“ diesen Anlass – das 3. Reich war erst wenige Monate alt, als die Naziführung ihre Geschichte be- reits zu glorifizieren begann.
Auch heute bedienen sich Neonazis der Form des Fackelmarsches, um sich und ihre menschenverachtende Ideologie zu zelebrieren oder um Eckdaten ihrer verfälschten Darstellung geschichtlicher Ereignisse zu gedenken. Beim aktuellen Aufruf ist davon auszugehen, dass das Datum nicht zufällig gewählt ist: Zwischen dem 13. und dem 15. Februar 1945 wurde die Stadt Dresden bombardiert und nahezu vollständig zerstört. Seit Jahren dient dieser Anlass rechtsextremen Gruppierungen dazu, das eigene Ge- schichtsverständnis an die Öffentlichkeit zu tragen. So finden jährlich um dieses Datum herum Gedenkveranstaltungen zum sogenannten „Bomben-Holocaust“ und der Deutschen Zivilbevölkerung als Opfer des Zweiten Welt- krieges statt. Da es durch die massive Gegenmobilisierung für die Neonazis in den letzten Jahren zunehmend schwieriger wurde die Gedenkveran- staltung in Dresden selber durchführen zu können, lässt sich eine Dezen- tralisierung der Gedenkaktivitäten feststellen – dieses Jahr auch in Bern. Zu dieser Veranstaltung wurde von einschlägig bekannten Neonazis mit Ver- bindungen nach Deutschland aufgerufen. Eine dieser Personen – Jonas Schneeberger – wurde 2011 aus der Rechtsaussenpartei „Schweizer Demo- kraten“ ausgeschlossen, da während seiner Kandidatur für dieselbe Partei Fotos auftauchten, die ihn in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald zeigen, den Arm zum Hitlergruss gestreckt. Ausserdem wurde vor kurzem publik ge- macht, dass er Gründungsmitglied der „Weisse Wölfe Terror Crew“ ist (https://linksunten.indymedia.org/de/node/77633) – bereits der Name dieser Gruppierung dürfte wohl genügen Aufschluss über deren Ausrichtung ge- ben.
Wir wollen den Neonazis, ihrer rassistischen Gesinnung und Verherr- lichung ihrer verfälschten Geschichtsdarstellung keinen Platz überlassen und ihnen lautstrakt entgegentreten. Deshalb: heraus zum Antifaschis- tischen Abendspaziergang am 16. Februar 2013 in Bern. Besammlung 19.00 Uhr bei der Heiliggeistkirche. Vergesst die Verkleidung nicht!
!Bern bleibt nazifrei!
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Anarchietage in Winterthur 2013
Grenzen sind für das Funktionieren der kapitalistischen Gesellschaft not- wendig. In ihrer manifesten politisch-geographischen Form lässt sich durch Grenzen nicht nur der Güterverkehr regulieren und wenn nötig eindämmen, sondern auch die Bewegungsfreiheit der Menschen.
Während aber das neoliberale Streben nach einem "globalen Markt" diese Grenzen für Güter immer durchlässiger macht, werden sie für viele Men- schen, die eben im Zuge dieser Politik zur Migration gezwungen werden, zu einem fast unüberwindbaren Hindernis. Begriffe wie die "Festung Euro- pa" oder die "Border Wall" zwischen Mexiko und den USA stehen nicht nur sinnbildlich für eine extrem restriktive Migrationspolitik der reichen Länder des Nordens, sondern verweisen auch auf den militärischen Charakter die- ser hochgerüsteten Barrieren, die Flüchtenden immer wieder den Tod bringen.
Grenzen werden aber nicht nur gegen aussen, sondern auch im Innern ge- zogen. Diskriminierung und Exklusion trifft nicht nur Menschen mit "Migra- tionshintergrund", aber auch und vor allem solche. Xenophobie und Rassis- mus sind in der Bevölkerung weit verbreitet und erschweren ein für den Kampf gegen das kapitalistische System notwendiges Zusammengehen der Ausgebeuteten, egal ob "Schweizer_innen" oder "Ausländer_innen", er- heblich.
Für Anarchist_inn_en sind Fragen nach Grenzen, nach der Bedingungen und Auswirkungen von Migration sowie nach Fremdenfeindlichkeit und Rassis- mus daher oftmals von grosser Bedeutung. An diesen achten Anarchie- tagen in Winterthur wollen wir diese Themen aufgreifen und theoretische Reflexion sowie wirksame Praxis ins Zentrum stellen.
Anarchietage in Winterthur, 8. Februar bis 10. Februar 2013.
Website und Programm: www.anarchietage.ch
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Communiqué zur Anti-WEF Rally
Am Samstag, den 26. Januar, haben wir diverse Flashmobs und Aktionen gegen das WEF in der Berner Innenstadt durchgeführt.
Begonnen haben die Aktionen im Bahnhof Bern, in der sogenannten "Rail City“. Wir hängten ein 40m2 grosses Transparent mit der Aufschrift: "Still not loving Capitalism". Zudem wurden Flyer verteilt und mit Parolen be- schriftete Konfetti herumgeworfen. Im 30 Minuten Takt gingen die Aktionen weiter: Als nächstes wurden in der Marktgasse zwei Stadtbrunnen symbo- lisch privatisiert und es wurde versucht, das Trinkwasser zu einem Markt- preis von 1.- pro Becher an die Schaulustigen zu verkaufen. Damit wurde auf die zunehmende Wasserprivatisierung von Firmen, wie beispielsweise Nestlé und CocaCola, aufmerksam gemacht. Die nächste Aktion fand im Migros in der Marktgasse statt, wo wir uns wie alle andern an der Kasse anstellten und für einmal bewegungslos verharrten. Als vierte und letzte Aktion besammelten wir uns auf dem Kornhausplatz, um mit einer kurzen, aber lautstarken Demo unseren Protest gegen die herrschenden Verhält- nisse auf die Strasse zu tragen. Unter dem Motto "Solidarität statt Konkur- renz - Wipe out WEF" zog die Demo in die Marktgasse, wo sie sich selbst- bestimmt auflöste. Später sammelte sich auf der Grossen Schanze eine spontane Nachdemo und zog lautstark durch den Bahnhof.
Mit den Flashmobs und mit all den Aktionen, die in der ganzen Aktions- woche durchgeführt wurden, zeigen wir, dass der Widerstand gegen das Gipfeltreffen viele verschiedene Ausdrucksformen haben kann. Nach der grossen Repression, die die Anti-WEF Bewegung in den letzten Jahren zu spüren bekam, sind all die Aktionen ein Zeichen dafür, dass es trotz der scheinbar überwältigenden Staatsmacht möglich ist Protest direkt an die Öffentlichkeit zu tragen. Die Polizei versuchte diverse Male Aktionen zu verhindern und verhaftete dabei mehrere Personen. Trotzdem gelang es ihr nicht, die Situation zu kontrollieren und wir konnten alle Aktionen wie geplant durchführen.
Das WEF in Davos ist morgen zu Ende, unser Widerstand gegen den Kapita- lismus jedoch nicht!
Wipe out WEF - Für eine herrschaftsfreie Welt!
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Was hat unser Alltag mit dem WEF zu tun?
Warum wir die ganze Scheisse überwinden müssen. Eine Stellungnahme des Bündnis gegen Rechts zum Weltwirtschaftsforum in Davos.
"Wenn wir morgens in aller Frühe zum Tram stolpern, machen das die wenigsten von uns zum Vergnügen. Man muss ja arbeiten gehen, um leben zu können. Fürs Bahnabo haben wir schon Anfang Monat bezahlt, und so können wir uns die gequälten Gesichter unserer Leidensgenossen ansehen, ohne vorher am Automat anzustehen. Das Vergnügen währt nur kurz, den bald darauf geht’s auch schon los: auf der Baustelle, in der Werkstatt, am Fliessband, im Büro – überall das Gleiche: Die Arbeit wartet darauf, von uns erledigt zu werden."
Flyer zum Download
Auch dieses Jahr gibt es diverse Veranstaltungen rund um das WEF. Den Aufruftext gibts auf Indymedia, die einzelnen Aktionen sind bei uns im Kalender aufgeführt.
Anti-WEF Rally, 26.01.2012: Beim Anti-WEF Rally werden den ganzen Nachmit- tag hindurch verschiedene symbolische Aktionen und Flashmobs stattfin- den, mit denen wir unsere Inhalte an die Öffentlichkeit tragen wollen.
Notwendige Informationen zu den Aktionen können zwischen 11:00 und 13:00 beim Infopoint in der Reitschule abgeholt werden. Der Infopoint bleibt den ganzen Tag geöffnet.
Wir raten, in kleinen Gruppen von 2-6 Leuten am Anti-WEF Rally teilzuneh- men.
Falls Du Festnahmen oder andere Formen der polizeilichen Repression beo- bachtest, kontaktiere das Anti-Rep: 077 440 60 99
Folge der Aktion auf Twitter @Antiwef
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Veranstaltung zur aktuellen Situation in Griechenland
Kurzfilm über den Stahlarbeiterstreik und Filminterview mit Mitgliedern des 'Revolutionären Kampfes'. 14.12.2012, 19.30 Uhr, Infoladen Reitschule Bern.
"Wir glauben in der Tat, dass in Griechenland die objektiven Bedingungen für eine Revolution gegeben sind" (Nikos Maziotis, Revolutionärer Kampf).
Täglich erreichen uns in den Medien die Nachrichten über weitere Spar- massnahmen in Griechenland und der verzweifelte Kampf der Regierung gegen den Staatsbankrott. Die Bilder des Wütenden griechischen Volkes, sei es an Grossdemonstrationen oder bei Riots sind uns allgegenwärtig.
Die Veranstaltung bietet uns Gelegenheit, uns mit verschiedenen Kampf-formen der Unterdrückten auseinanderzusetzen.
Wir zeigen den Kurzfilm 'Days Of Strike' über die streikenden Stahlarbeiter in Aspropyrgos und das Film-Interview mit zwei mittlerweilen unterge- tauchten Mitgliedern des 'Revolutionären Kampfes' Pola Roupa und Nikos Maziotis - anschliessend gibt es eine Diskussion.
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Medienmitteilung zur Solidaritätskundgebung, 14.11.2012
Unter dem Slogan ‚Vereinigen wir uns!‘ haben heute in Bern rund hundert Menschen ihre Solidarität mit den (General-) Streikenden Europas kund- getan. Nach der Besammlung bei der Heiliggeistkirche und dem gemein- samen Aufwärmen mit Glühwein zogen wir lautstark durch die Innenstadt.
Zum europaweiten Generalstreik hat ein internationales Bündnis auf- gerufen, um gegen die massiven Sparplänen zu demonstrieren. In den von massiven Sparmassnahmen getroffenen Ländern wie Portugal, Malta, Zypern, Spanien, Italien und Griechenland haben sich die grossen Gewerk-schaften dem Aufruf angeschlossen, um gemeinsam gegen die Sparpläne zu streiken.
Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich bei der Sparpolitik nicht um eine temporäre Reaktion auf die Krise handelt, denn Sparmassnahmen werden nach Krisen nicht wieder aufgehoben. Die Massnahmen dienen der dauer-haften Aussetzung und Kürzung von Sozialprogrammen. Diese wurden in vielen und langjährigen Kämpfen von der arbeitenden Bevölkerung er- rungen. Sozialprogramme werden immer wieder, insbesondere in Kri- senzeiten, durch Arbeitgeber und Politiker gekürzt. Dass unsere Inte- ressen von ihnen immer wieder bekämpft werden, ist nicht nur in Krisenzeiten üblich. Der Widerspruch zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist kapitalistischer Alltag. Unsere Löhne sind für die Arbeitgeber immer ein Aufwand, den sie möglichst tief halten. Wir sind die täglichen Verlierer dieses Systems.
Wenn wir nicht einen ewig währenden Kampf um kleine Verbesserungen und Sozialprogramme führen wollen, welche von den Kapitalisten an- dauernd wieder angegriffen werden, müssen wir dieses System über- winden. Ein System, in welchem einige Wenige ihren Profit durch die Aus- beutung der arbeitenden Klasse machen, lehnen wir ab. Deswegen zeigen wir uns solidarisch mit den kämpfenden ArbeiterInnen.
Kämpfen wir gemeinsam für unsere Interessen!
Solidarität ist eine Waffe!
www.anti-ka.ch
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Linke Hochschultage: Krise, Analyse, Widerstand.
Vom 21. bis zum 24.11.2012 finden an der Universität Zürich, im ehemaligen PH-Gebäude, die linken Hochschultage statt. Unter dem Motto "Aufs Ganze gehen: Politik und Wissenschaft zusammen in der Krise" finden Referate und Workshops mit ReferentInnen aus ganz Europa statt.
"Die ökonomische Krise ist in aller Munde und dient immer öfter als Argument für den Angriff auf soziale und politische Errungenschaften. Von der Ökonomie, die als etablierte und hierfür zuständige Wissenschaft gilt, wird sie aber kaum verstanden. Man weigert sich geradezu, die Krise als eines der wesentlichen Phänomene unserer gesellschaftlichen Organi-sationsweise zu verstehen. Den Sozial- und Geisteswissenschaften, die hier wiederum zuständig wären, wird im gleichen Moment aber die Kom- petenz dazu abgesprochen, wollen sie sich nicht aufführen wie einige Ökonomen, die uns allen Ernstes weis machen wollen, dass die simple Mathematisierung und Axiomatisierung einiger Annahmen zum subjektiven Nutzenkalkül ausreicht, um aus einer speziellen Sozialwissenschaft eine Naturwissenschaft zu machen." (Quelle und restlicher Text: Flyer)
Detailliertes Programm und mehr Informationen unter:
http://linketage.blogsport.de/
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Öffentlicher Prozess zur Antirep-Demo
Am 4.6.2011 gingen in Bern hunderte Menschen auf die Strasse, um ihre Solidarität mit allen Menschen auszudrücken, welche direkt von staatlicher Repression betroffen sind. Seien das politische Gefangene oder« illegale » Menschen, denen jeden Tag Verfolgung und Ausschaffung droht. Zudem wollten sie auf die zunehmende Überwachung, Kontrolle und Repression im Alltag aufmerksam machen und dagegen protestieren.
Jetzt laufen Prozesse gegen viele, die im Rahmen dieser Demo verhaftet wurden. Auf die Demonstrierenden werden jetzt ironischerweise die- selben Repressionsmechanismen angewendet, welche sie kritisiert haben. Die hohen Bussen und die Prozesse, welche aufgrund der Teilnahme an dieser Demo geführt werden, zeigen, dass die staatlichen Institutionen Wi- derstand und Kritik im Keim ersticken wollen. Dies sind politische Prozesse. Sie sind der handfeste Beweis dafür, dass dieses Thema und unsere Solidarität ein Dorn im Auge der Staatsgewalt ist.
Zeigen wir, dass ihre Repression unsere Solidarität nicht zerstören kann.
Kommt zahlreich zum Prozess am 16.November, nicht nur um aktiv die Angeklagten zu unterstützen, sondern um ein weiteres Mal ein Zeichen gegen die staatliche Repession zu setzen.
Wir treffen uns am 16. November um 07:30 vor dem Amtshaus, Bern.
Die Solidaritätsaktion dauert den ganzen Tag, bis ca. 16:00 Uhr.
Für Kaffe und Tee wird gesorgt, am Mittag gibt es ein Soliessen.
Zudem sorgt ein Strassentheater für kritische Unterhaltung.
Repression betrifft uns alle!
Solidarität ist unsere Waffe!
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Vereinigen wir uns!
Ein internationales Bündnis hat für den Mittwoch, dem 14. November 2012, zu einem europaweiten Generalstreik aufgerufen. In den von massiven Sparmassnahmen getroffenen Ländern wie Portugal, Malta, Zypern, Spanien und Griechenland haben sich die grossen Gewerkschaften dem Aufruf an- geschlossen, um gemeinsam gegen die Sparpläne zu demonstrieren. In anderen Ländern, beispielsweise in Deutschland und in der Schweiz, sind lediglich einige kleinere Aktionen geplant.
Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich bei der Sparpolitik nicht um eine temporäre Reaktion auf die Krise handelt, denn Sparmassnahmen werden nach Krisen nicht wieder aufgehoben. Die Massnahmen dienen der dauer-haften Aussetzung und Kürzung von Sozialprogrammen. Diese wurden in vielen und langjährigen Kämpfen von der arbeitenden Bevölkerung er- rungen. Sozialprogramme werden immer wieder, insbesonders in Kri- senzeiten, durch Arbeitgeber und Politiker gekürzt. Dass unsere Interes- sen von ihnen immer wieder bekämpft werden, ist nicht nur in Krisenzeiten üblich. Der Widerspruch zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist kapi- talistischer Alltag. Unsere Löhne sind für die Arbeitgeber immer ein Aufwand, den sie möglichst tief halten. Wir sind die täglichen Verlierer dieses Systems.
Wenn wir nicht einen ewig währenden Kampf um kleine Verbesserungen und Sozialprogramme führen wollen, welche von den Kapitalisten an- dauernd wieder angegriffen werden, müssen wir dieses System über- winden. Ein System, in welchem einige Wenige ihren Profit durch die Aus- beutung der arbeitenden Klasse machen, lehnen wir ab. Deswegen zeigen wir uns solidarisch mit den kämpfenden ArbeiterInnen.
Kämpfen wir gemeinsam für unsere Interessen!
Solidarität ist eine Waffe!
Kundgebung am Mittwoch, 14.11.2012, Heiliggeistkirche, Bern.

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Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Im Rahmen des Aktionstages für unseren gefangen gehaltenen Genossen in Basel haben wir heute diverse Transparente in Bern und Umgebung aufgehängt.
Philipp wurde am 2. Juni in Basel an einer Illegalen Party verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Grund dafür sei ein Handgemenge, welches er mit einem Polizisten gehabt haben soll. Für uns ist jedoch klar, dass dies nicht wirklich der Grund ist; dem Staat geht es darum den sich selbst als Kommunisten bezeichnenden Genossen einzuschüchtern und zu schi- kanieren.
Ein gleicher Fall ist momentan der Prozess gegen Deniz K., dem vor- geworfen wird, er habe an einer Antifaschistischen Demo fünf Polizisten töten wollen. Deniz soll laut der Nürnberger Staatsanwaltschaft während ei- ner Auseinandersetzung an der Demonstration mit einer Fahnenstange in Richtung von fünf Polizisten in Vollmontur geschlagen haben. Dies reicht für die Staatsanwaltschaft aus, Deniz für fünffachen versuchten Totschlag sechs Monate in Untersuchungshaft zu stecken. Auch hier geht es darum antifaschistische und systemkritische Menschen einzuschüchtern und in ihrem Handeln zu beeinträchtigen.
Ein weiterer Fall von Repression findet zurzeit in Kroatien statt. Frau Vicdan Özerdem wird seit Monaten vom kroatischen Staat in Gewahrsam gehalten. Dies aufgrund eines internationalen Haftbefehls, der die Türkei erliess. Vicdan floh im Jahr 2000 aus der Türkei, in der sie zuvor als politische Gefangene jahrelang im Gefängnis sass und gefoltert wurde. Sie ist in Deutschland als Konventionsflüchtling anerkannt und erhielt eine Nie- derlassungsbewilligung. Aktuell wird Vicdan der Mitgliedschaft in einer illegalen linken Partei und der Tötung von 2 Soldaten beschuldigt. Vicdan war damals im Zuge ihrer journalistischen Tätigkeit am Ort des Ge- schehens und wurde dort festgenommen. Unter Folter sollte sie zugeben, als Mitglied einer illegalen linken Partei an den Vorfällen beteiligt zu sein. Die Anschuldigungen wurden während ihrer damaligen Verhandlung als haltlos fallengelassen. Jetzt aber soll der Fall als Vorwand dazu dienen, Vicdan – wie andere ehemalige politische Gefangene auch – erneut in Haft zu nehmen. Nun droht Vicdan die Auslieferung in die Türkei, wo sie mindestens 12 Jahre Gefängnis erwarten!
Unsere Solidarität gegen ihre Repression!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Mehr Infos unter:
www.freevicdan.com
http://denizk.blogsport.de/
www.aufbau.org
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Freiheit für den Gefangenen vom NT-Areal!
Erinnerst du dich noch an die Party Anfang Juni auf dem NT-Areal? Mehr als tausend Menschen, gute Stimmung, Musik, Feiern bis in die Mor- genstunden...
Sicher hast du damals mitbekommen, dass im Anschluss mehrere Leute von der Polizei verhaftet, Material beschädigt und beschlagnahmt und Schläge, Pfefferspray und Beleidigungen verteilt wurden. Einer der Ver- hafteten sitzt immer noch! Mehr als drei Monate nach der Party!
Ihm wird vorgeworfen, an einem Gerangel mit einem Zivilfahnder teil- genommen zu haben. Und nun sagen sie, es bestehe Wiederholungsgefahr.
Es ist klar, dass hier nur politische Gründe dahinter stecken. Er sitzt wei- terhin – und wohl noch lange – im Knast, weil sie uns einschüchtern wollen,
- damit wir endlich aufhören, den öffentlichen Raum zu beanspruchen;
- damit wir uns nicht organisieren und gegen Ungerechtigkeiten zur Wehr setzen;
- damit Fussballfans, HausbesetzerInnen, Partyleute, Flüchtlinge, Quar- tierbewohnerInnen usw. aufhören, sich für ihre Interessen einzusetzen;
- damit wir uns bedingungslos der Macht von Staat, Wirtschaft und Polizei unterwerfen.
Lassen wir uns das nicht bieten!
Wehren wir uns gemeinsam dagegen!
Quelle

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Bern bleibt Nazifrei!
Auf Facebook wurde eine Gruppe gegründet, die aufruft in Bern gegen „Ku- scheljustiz“ zu demonstrieren. Wenn man sich den Aufruf und die Kom- mentare durchliest wirdschnell klar, dass die InitiantInnen aus der extremen Rechten stammen.
Da wird beispielsweise den AsylantInnen die Schuld gegeben, wenn SchweizerInnen ihre Wohnungen verlieren, oder es werden Aus- länderInnen dafür verantwortlich gemacht, wenn das Lohnniveau sinkt.
Sie kreieren einen Sündenbock, welcher auf die Verhältnisse gar keinen Einfluss hat. Es sind die EigentümerInnen von Wohnungen, welche be- stimmen wer wo wohnen kann und es sind die ArbeitgeberInnen, die ein Interesse daran haben, das Lohnniveau möglichst zu senken. Die Demon- stration ist ein offensichtliches Beispiel dafür, wie Rechte die Arbei- terklasse spalten in dem sie ein falsches Feindbild schaffen. Sie zeihen eine Grenze zwischen In- und Ausländer statt zwischen oben und unten. Es ist der Kapitalismus mitsamt dem Staat, der ihn garantiert, was uns täglich das Leben schwer macht.
Ist einem klar, dass der Staat mit seiner Justiz nicht bloss die kor- rigierende Instanz der Gesellschaft ist, sondern dieses System überhaupt erst möglich macht, scheint es irrsinnig eine härtere Justiz zu fordern. Denn diese ist es, welche die Eigentumsverhältnisse bewachen, die uns zwingen täglich arbeiten zu gehen und bestimmen, was für uns übrig bleibt, wenn unsere Arbeitskraft nicht (mehr) gebraucht wird.
Wir werden es nicht zulassen, dass rechtsradikale Kreise in Bern eine Platt- form bekommen. Am noch unbekannten Tag X werden wir uns wehren – dem Aufmarsch gilt es mit kreativen Mitteln zu entgegnen.
Über Datum, Zeit und genauen Ort wird hier, auf Indymedia und Facebook informiert.
Haltet euch bereit – gegen Nazis, in Bern und überall!
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Wir fordern: Freiheit für die Gefangenen vom 1. Mai!
Am Dienstag, dem 10. Juli, wurden in einer koordinierten Verhaftungsaktion Genossen festgenommen. Die Mehrheit ist zwischen 18 und 20 Jahre alt. Es zeigt sich klar, dass die Repression gezielt bei den Jungen ansetzt, um möglichst früh durch die Gefährdung von Lehr-, Schul- oder Arbeitsplätzen Eindruck zu schinden. Einer ist am Freitag (13. Juli) freigelassen worden, die Übrigen sitzen nun in Untersuchungshaft. Ihnen allen werden Aktivitäten am 1. Mai vorgeworfen – darunter sowohl Aktionen an der bewilligten Demon- stration am Vormittag wie auch am Nachmittag im Rahmen des Revo- lutionären Treffs auf dem Kanzleiareal und in der nahen Umgebung.
Der Machtanspruch des Staates in Form von Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz auf die absolute Kontrolle des Raums soll untermauert werden. Wer mit seinen oder ihren Inhalten und Formen im öffentlichen Raum präsent sein will, soll abgeschreckt werden. Das zeigt sich nicht nur am 1.Mai, son- dern auch in der allgemeinen Zunahme der Überwachung im öffen-tlichen Raum, der Vertreibung von "unerwünschten Gruppen" im Rahmen der "Stadtaufwertung" (wie auf der Bäckeranlage in Zürich) oder in der Ver- folgung der Beteiligten an illegalen Parties. In all diesen Fällen wie auch anhand der Vorwürfe in dieser Geschichte soll aufgezeigt werden, dass nichts toleriert wird, was sich unkontrolliert den öffentlichen Raum nimmt und ihn nutzt.
Wir lassen uns nicht einschüchtern von diesen Abschreckungsversuchen. Wir sind der Meinung, dass wir uns den öffentlichen Raum nehmen sollen, ihn nutzen und verteidigen wollen. Daher gilt es, sich in derartigen Situa- tionen gemeinsam und kämpferisch zu wehren.
Mehr Informationen unter www.aufbau.org.
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Solidarität mit der Genfer Antifa!

Quelle: http://rage.noblogs.org
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Die Rückkehr des Proletariats - war es denn weg?
Ergänzungen zum Interview „Die Rückkehr des Proletariats“ aus dem „antidot.incl“ Nr. 12
Wir haben uns dazu entschlossen, etwas ausführlicher zu unserem Interview im „antidot.incl“ Nr. 12 Stellung zu nehmen, weil wir einerseits stärker auf die Themen eingehen wollen, welche entweder der Kürzung des Interviews zum Opfer gefallen oder nicht angesprochen worden sind und andererseits weil wir die Einschätzung haben, dass die Haltung, die unser Interviewer vertritt in der Schweizer Linken weit verbreitet ist: Etwa, dass es in der Schweiz kein Proletariat mehr gäbe, oder dass, wenn überhaupt, die Schwei- zer Proleten - im Vergleich zum Ausland - doch wirklich keinen Anlass zum Jammern hätten und sie sogar noch von den billigen Produkten aus dem Ausland profitierten. Dem möchten wir folgendes entgegenhalten:
Es gibt kein Proletariat mehr? Wer macht denn nun die ganze Arbeit?
Proletarier sind Leute, welche selbst kein Eigentum an Produktionsmitteln besitzen und selbst nicht besessen werden - wie das etwa bei Sklaven der Fall wäre. Ihre Lage zwingt diese doppelt freien Menschen also, für Lohn arbeiten zu gehen und somit das Einzige zu verkaufen, was sie fortwährend zu Geld machen können: ihre Arbeitskraft. Diese Arbeitskraft können sie allerdings nur dann verkaufen, wenn ein Kapitalist damit Gewinn machen kann und den Proletarier deswegen einstellt. Der Prolet erhält vom Kapitalisten nicht den Wert, den er, der Prolet, selber herstellt, sondern nur einen Bruchteil davon: den Lohn. Die Differenz, der sogenannte Mehrwert, gehört dem Kapitalisten. Der Proletarier wird also ausgebeutet. Wenn ein Kapitalist, Kapitalist bleiben will, ist er bei Strafe des Untergangs in der Konkurrenz dazu gezwungen aus seinem Geld mehr Geld zu machen. Die Kapitalisten besitzen entweder Grundeigentum oder Eigentum an Pro- duktionsmitteln, wie etwa eine Fabrik oder eine Maschine, und/oder sie leben von der Vergabe von Krediten usw. Sie werden durch die Arbeit anderer reich, ihr Geld dient als Kapital und vermehrt sich, während die Proletarier ihr Geld meist für das Lebensnotwendige verbrauchen. Im Übrigen: Den Lohn, den die Proleten vom Kapitalisten erhalten, geben sie in der Regel für ihre private Reproduktion bei (anderen) Kapitalisten wieder aus.
Seit der industriellen Revolution hat sich am Prinzip der kapitalistischen Produktionsweise nichts geändert - und solange es den Kapitalismus gibt wird sich daran auch nichts ändern. Es ist wichtig zu verstehen, dass nicht nur klassische Fabrik- oder Bauarbeiter zum besagten Proletariat gehören, sondern alle Menschen, welche auf Lohn angewiesen sind. Ob diese als Busfahrer, Kassier, als Ingenieure oder IT-Spezialist arbeiten, ist dabei egal - zur ausgebeuteten Klasse gehören sie alle, weil sie nicht leben können, ohne ihre Arbeitskraft immer von neuem zu verkaufen und ihr Lohn in der Regel nicht dazu ausreicht, sich selber Produktionsmittel zu verschaffen. Sie müssen sich also einen Kapitalisten suchen, für den es sich lohnt, sie einzustellen. Jeder kann sich im Netz, z.B. beim Bundesamt für Statistik, bei Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften selber vergewissern, wie es Zahlenmässig um Kapitalisten und Proletarier steht. Alleine in der klas- sischen schweizerischen Maschinen- und Metallindustrie schuften noch rund 336'000 Proleten. Von den Menschen im erwerbsfähigen Alter gehören in der Schweiz rund 15% zu den Kapitalisten, den Unternehmern und Klein- gewerblern. Weitere 5% zu den Funktionären von Kapital und Staat (Ma- nager, Kader, hohe Staatsangestellte). 60% sind klassische Lohnabhängige, die vom Verkauf ihrer Arbeitskraft leben. Von sozialen Leistungen sind rund 10% abhängig. Das Proletariat an sich war nie weg - ob sich die mo- dernen „Mitarbeiter“ heute selber noch als Proletarier verstehen, ist eine andere Frage – eine des Bewusstseins.
Das Proletariat ist ausländisch? Für wen spielt das eine Rolle?
„Das Proletariat hat kein Vaterland“, hat der alte Bärtige schon im Kom- munistischen Manifest festgehalten um am Schluss die Proletarier aller Länder dazu aufzurufen sich zusammenzuschliessen. Auch wenn diese Schrift nicht zu Marx grössten Würfen gehört - wo er recht hat, hat er recht!
Für uns ist es nicht relevant, ob ein Proletarier zur Kategorie „Ausländer“ gehört oder nicht, denn wir halten diese Kategorisierung an sich schon für falsch. Wer sich auf diese Unterscheidung einlässt, denkt an einer Frage herum, die ihm von oben, vom Staat aufgemacht wird. Ob jemand Schweizer oder Ausländer wird, kann er nicht selber entscheiden, das entscheidet eine Herrschaft über ihn. Die Proletarier auf der ganzen Welt haben nichts von der nationalistischen Spaltung - ihre Herren schon! Eben z.B., weil sich so „tüchtige“ Schweizer gegen „faule“ Griechen ausspielen lassen oder weil Proletarier hierzulande freiwillig auf zwei Wochen Ferien verzichten, weil sonst der Schweiz ein Standortnachteil entstehen könnte. Oder wenn der Erfolg der Schweiz bei der Krisenbewältigung für sie bedeutet, dass sie ohne Lohnerhöhung länger arbeiten müssen, dass sie arbeitslos werden, weil die (Schweizer) Unternehmen umstrukturieren um konkurrenzfähig zu bleiben oder, dass dem nationalen Ganzen zuliebe die Sozialleistungen gekürzt werden... Nationalismus dient dazu, Unterschiede innerhalb der Staaten zu verwischen - hinter der nationalen Identität verschwinden alle sonstigen Unterscheidungen. Erwerbsquelle oder Klassenlage? Egal, „als Schweizer sind wir alle gleich!“ Irgendwie komisch, oder? Weil sie der gleichen Nationalität angehören, sollen sich die Proleten gerne ausbeuten lassen? Soll sich ein Schweizer Bauarbeiter plötzlich einem Schweizer Mul- timillionär näher fühlen, als z.B. einem kroatischen Berufskollegen? Sollen wir uns für unseren Staat stark machen, der die herrschenden Ver- hältnisse aufrecht erhält, von denen wir den Schaden haben?
„Wir Schweizer“ beuten Drittweltländer aus? In dem wir bei Kapitalisten einkaufen?
Es ist schon hart, wenn Schweizer Proletarier auch noch ein schlechtes Gewissen haben sollen, weil sie sich eine günstige Aubergine, 2-Franken- Socken aus pakistanischer Baumwolle, ein Velo aus Taiwan und ein neuen (sackbilligen) Flachbildschirm aus China posten. Was sollen sie denn sonst tun? Auch noch auf das bisschen „Luxus“ verzichten? Teurere Produkte kaufen, damit sie auf andere gänzlich verzichten müssen.
Der Lohn der Proleten ist beschränkt und auch wenn sie ihn - mittels ver- staubter Klassenkampfmethoden – ab und zu in die Höhe treiben können, er wird vom Kapitalisten bestimmt! Genauso wie der Ort der Produktion und was für Produkte wo in welche Regale kommen und zu welchen Prei- sen. Da nützt auch die „Konsumentenmacht“ wenig, wenn Proleten mit ziemlich beschränkter Kaufkraft nicht mitbestimmen, sondern nur auswählen können, zwischen dem was die Kapitalisten zu den jeweiligen Preisen in den Laden stellen lassen.
Darin liegt der Grund, warum wir immer noch mit verstaubten Revo- lutionsparolen hausieren gehen, weil wir Angehörigen der Arbeiterklasse hier den ganzen Dreck machen müssen, weil wir nix entscheidendes zu sagen haben, weil hier kein gutes Leben drin ist, weil das Geld nicht reicht und wir Körper und Geist zum Wohle unserer Ausbeuter verschleissen müssen!
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Communiqué zum Tanz dich Frei 2.0
Gestern haben sich ca. 18000 Menschen in der Stadt Bern versammelt und sind dem Aufruf des Tanz dich Frei gefolgt. Um 00.00 Uhr waren Bundesplatz wie auch Bärenplatz komplett mit Tanzenden gefüllt, gleichzeitig hielten sich bei der Heiliggeistkirche weitere Soundmobile mit hunderten Party- gänger_innen auf.
12 Wagen starteten auf dem Vorplatz der Reitschule und der Schützen- matte. Die riesige Menschenmenge setzte sich gegen 21:00 Uhr in Bewegung Richtung Bahnhofplatz. Die Strassen wurden komplett von Tanzenden in Beschlag genommen.
Auf dem ganzen Weg bis zum Bundesplatz fanden diverse Livekonzerte statt, zwischendurch verstummte die Musik zugunsten einer politischen Rede. Auf dem Baldachin wurden Transparente mit Bezug auf politische Ge- fangene und die Tanz dich Frei Bewegung aufgehängt.
Auf dem Bundesplatz wurde ein längerer Halt gemacht und die Leute feier- ten ausgelassen, zu verschiedenen Musikstilen – von Goa über Techno, Punk, Electro, Dubstep, Rock bis Hip-Hop waren alle Stilrichtungen vertreten. Zu später Stunde zogen sich die Wagen auf die Schützenmatte zurück, wo Patent Ochsner noch ein spontanes Konzert gaben.
Mit der Veranstaltung wurde auf die Stadtentwicklung aufmerksam ge- macht:
Das Kernanliegen der aktuellen Stadtentwicklung ist es der Entstehung einer A-Stadt entgegenzuwirken. Das heisst eine Stadt mit einem über- mässigen Anteil an Armen, Alten, Arbeitslosen, Autonomen, Auslän- der_innen, Asozialen und Anderen zu vermeiden.
Niemand fragt uns, ob diese Politik unseren Vorstellungen entspricht. Denn das tut sie nicht!
UNSER Problem ist, das IHRE Aufwertungspolitik sich einzig und allein an den Bedürfnissen eines kleinen, wohlhabenden Bevölkerungsteils orien- tiert, denn nur Menschen mit Geld bringen die erwünschten Profite. All jene, die nicht zu dieser Schicht gehören, bleiben einmal mehr auf der Strecke. Obwohl der Nutzen nur einigen Wenigen vorbehalten ist, wirkt sich diese Politik im Alltag von uns allen aus. Die Nutzung des öffentlichen Raums wird grundsätzlich eingeschränkt, unliebsame Personengruppen aus diesem weggewiesen. In privaten Geschäften und immer mehr auch auf öffentlichen Plätzen werden wir von Kameras überwacht. Das (Nacht- )leben wird zusehends eingeschränkt. Politische Aktionen werden nicht toleriert und im Keim erstickt um eine möglichst hohe Abschreckung zu erreichen. Und dies sind nur einige Beispiele.
Auch wir wollen eine A-Stadt verhindern. Diese besteht für uns aber aus Aufwertungspolitik, Ausgrenzung und Ausbeutung. Wir wollen uns nicht auf der Nase herumtanzen lassen, sondern selber bestimmen, wo und wann wir tanzen!
Wir sind enttäuscht von den Vereinnahmungsversuchen der politischen Parteien, die sich jetzt mit fremden Federn schmücken wollen und die Tanz dich Frei Veranstaltung für ihren Wahlkampf missbrauchen!
Die Organisator_innen der Veranstaltungen sind in einem basisdemokra- tischen, ausserparlamentarischen Bündnis zusammengeschlossen und gehören zu den sogenannten Linksaktivisten. Es ist absurd wie die CVP zu behaupten, linksalternative Kreise würden das Strassenfest mit anti- kapitalistischen Anliegen vereinnahmen – wir organisieren es deshalb!
Wir begrüssen die Eigeninitiative von anderen, die jetzt erneut zu einem Tdf 2.1 aufrufen, möchten jedoch betonen, dass wir mit der Organisation dieses Anlasses nichts zu tun haben, sondern unglücklicherweise denselben Namen dazu verwendet wird.
Herzlichen Dank allen Teilnehmer_innen!
Bilder und weitere Texte findet ihr hier auf der Homepage.
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