
AntifaschistInnen zum Kapitalismus
Der Kapitalismus - die Herrschaft des Geldes - ist praktisch allgegenwärtig. Kapitalismus bedeutet Streben nach Profit. Kennzeichen der kapitalistischen Marktwirtschaft sind die Organisation der Produktion unter dem Gesichtspunkt der Gewinnmaximierung sowie die Verwendung von Maschinen und anderen Kapitalgütern, welche sich überwiegend in den Händen der Bourgeoisie befinden.
Die kapitalistische Idee geht davon aus, dass sich durch das Gesetz von Angebot und Nachfrage unter der "heilsamen Wirkung der freien Konkurrenz" Löhne und Preise von selbst stabilisieren und ein Maximum an Wohlfahrt erzielt wird. Das Prinzip der Konkurrenz führt dazu, dass es auch Verlierer gibt. Der soziale Abstieg von vielen bedeutet gleichzeitig die Möglichkeit des Aufstiegs für wenige - nämlich für die, welche am skrupellosten vorgehen; für die, welche ihre Ellbogen am effizientesten einzusetzen wissen. Die vom Liberalismus propagierte Freiheit des Marktes führt zueinem System, in dem jeder gegen jeden zu kämpfen hat.
In diesem System - der Marktwirtschaft - herrscht das Recht des Stärkeren. Rassismus und Faschismus sind nur die konsequenten Fortsetzungen der liberalen Konkurrenzideologie - das Konkurrenzschema des Liberalismus wird hier auf Ethnien, Völker, Rassen und andere irrationale Konstruktionen übertragen. Aus diesem Grund scheint es nicht unangebracht, den Faschismus als historischen Abkömmling der liberalen Modernisierungsidee zu betrachten.
Im Kapitalismus ist die Arbeitskraft nur eine Ware, der Mensch selber wird zur Ware degradiert. Beschert die Ware Mensch dem Unternehmer keinen Profit, ist sie nutzlos. Dann ist der Mensch sozialer Ballast, er hat nach der kapitalistischen Logik keine Existenzberechtigung mehr. Er ist ein "Verlierer" und muss in Armut leben. Wer will das schon? Darum muss jeder um seinen Arbeitsplatz kämpfen, muss besser sein als die anderen, die natürlich auch besser sein wollen. Die Konkurrenz treibt uns voran und regiert uns. Sie stellt uns gegeneinander und ist eine zuverlässige Barrikade gegen die Entwicklung freier, solidarischer Verhältnisse. Dies ist die effizienteste Ausbeutung des Individuums und beruht auf der Ausschaltung verbindender zwischenmenschlicher Beziehungen.
Obwohl der Kapitalismus immer mehr "Verlierer" produziert, steht nicht etwa das kapitalistische System zur Debatte, sondern die "Verlierer", die Menschen, die aus dem System herausgefallen sind, werden zunehmend als Ballastexistenz betrachtet. Was in der Mitte der Gesellschaft klammheimlicher Konsens ist, wird von den Neonazis bereits offen an Obdachlosen, Behinderten, Flüchtlingen,...ausgeführt.
Der Kapitalismus ist ein totalitäres System, das es zu bekämpfen gilt!
Wer für eine solidarische Welt einsteht, für eine Welt, in der weder an Natur noch an den Menschen Raubbau betrieben werden soll, muss sich für die Aufhebung der entfremdeten Arbeit einsetzen. Ein Leben in Menschenwürde ist unter dem Diktat des Marktes nicht möglich.
Kampf dem Kapital!
Es gibt keinen Antifaschismus ohne Antikapitalismus!
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