AntifaschistInnen zu den Medien

Jeder von uns konsumiert täglich - Auch Medien. Ob Fernsehen, Tageszeitungen, Zeitschriften oder Internet, wir alle werden mit Informationen aus aller Welt überflutet. Oft ohne diese auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Doch wie sollte das in Zeiten der Gewinnmaximierung und inhaltlichen Gleichschaltung der Medien überhaupt noch möglich sein? Da eigentlich in allen Medien ungefähr das Selbe berichtet wird, kann Mensch sich kaum eine Zweitmeinung einholen. So kann sich der/die kritische MedienkonsumentIn nicht mehr richtig informieren. Wenn Mensch dies doch tun will, ist das sofort mit grossem Zeitaufwand und nicht zuletzt auch mit Unkosten verbunden.

Zweifelsohne sind kritische Medien kaum mehr vorhanden. Praktisch alle haben sich den wirtschaftlichen Anforderungen angepasst. Da objektive Presse keine spektakuläre und keine Sensationspresse ist, ist sie wenig gewinnversprechend und somit nicht rentabel. Doch zum Beispiel eine Zeitung muss möglichst hohe Auflagen aufweisen damit die Werber nicht abspringen und somit eine wichtige Einnahmequelle verloren ginge. So stellt Mensch fest, dass Auflagen und in gewissen Fällen auch der Staat den Inhalt der Zeitung bestimmt.

Nehmen wir als Beispiel die Attentate vom 11. September 2001: Zu verurteilende Attentate. Jedoch wurden sie von den Medien total hochgepuscht. Äusserste Betroffenheit wurde signalisiert, Schweigeminuten vorgeschrieben, Kirchenglocken läuteten, Konzerte wurden organisiert, und Spendenaktionen wurden durchgeführt. Während zur selben Zeit tausende verhungerten.

Den Medien sei dank haben alle und auch wirklich alle von diesem Attentat erfahren. Beinahe eine Woche lang kein anderes Thema. Das Fernsehen zeigt Videos von Bewachungsanlagen in Flughäfen, Bilder von Osama Bin Laden, die seine Schuld beweisen sollen. Wir die wir uns gerne kritisch geben, glauben dies alles ohne es zu hinterfragen. Doch könnten diese Videos nicht auch schon mehrere Jahre alt sein oder ganz einfach gut zusammengeschnitten, denn jedes Kind weiss wie einfach dies in der heutigen Zeit ist. Wer bestätigt uns die Wahrheit dieser Informationen? So ist es gerade heutzutage, wo wir Falsches von Wahrem nicht mehr unterscheiden können, um so wichtiger kritisch zu sein.

Genau so gehen die Medien auch hierzulande vor. Wenn Tausende von Menschen friedlich gegen den Faschismus, Sexismus, Kapitalismus, gegen die WTO, für den Frieden oder für die Anliegen der Sans - Papiers demonstrieren ist es den Zeitungen nicht mehr als Auflagesteigernde Fotos und oberflächliche Berichte wert. Jedoch wenn 150 Jugendliche in Bern für ein AJZ demonstrieren und es dabei zu Ausschreitungen kommt, ist das den meisten Zeitungen die Titelseite wert. Ist das nicht widersprüchlich?


Wir fordern:

Keine handzahmen, unkritischen Medien, sondern eine Berichterstattung, welche die wahren Zusammenhänge und Hintergründe aufzeigt. Statt spektakulärem Sensationsjournalismus erwarten wir eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit den hochaktuellen Themen wie Globalisierung, Sans – Papiers, Rechtsextremismus, Umwelt und lokalen Problemen etc. ohne dass es einen „schrecklich gewalttätigen“ Anlass dafür geben muss.

Meinungen lassen sich nicht aufzwingen – Meinungen müssen wir uns selbst bilden!

Weniger Sensation mehr Recherche!

Für nicht vom Kapital Investoren und Staat beeinflusste, sondern durch die Wahrheit bestimmte Medienberichte!