Am Samstag 2. Juni 01 demonstrierten ca. 200 Leute aus dem Umfeld des AJZ Hodlerstrasse gegen die fristlose Kündigung der dortigen Besetzung einerseits und gegen die vermehrten Übergriffe durch Faschisten andererseits. Grund für die fristlose Kündigung war unter anderem der Brand, der in den frühen Morgenstunden des 26. Mai 01 im Erdgeschoss des besetzten Hauses gelegt worden war. Die Vermutung, dass es sich bei dem Brand um einen Naziübergriff handelt, ist durchaus naheliegend, zumal an den Tagen oder viel mehr in den Nächten zuvor vermehrt Nazis in der Gegend gehört worden waren (Schreckschüsse, Sieg Heil Rufe). Dass Nazis vor solchen Taten nicht zurückschrecken, wissen wir spätestens seit vergangenem Sommer, als sie Sturmgewehrsalven auf das Solter-Polter (Besetzung im Marzili-Quartier) abfeuerten.
Wir finden es zynisch, dass die Stadtregierung diesen Brandanschlag als Vorwand nutzt für eine fristlose Kündigung, mit der Begründung, die öffentliche Sicherheit sei gefährdet - kommen der Stadt die faschistischen Übergriffe manchmal gerade recht?
Um unserer Wut über ein solches Vorgehen Ausdruck zu verleihen, haben wir uns alle zu dieser Kundgebung versammelt. Zu Beginn verlief die Demonstration friedlich, bis es in der Kramgasse als Antwort auf Gummigeschosse und Tränengaspetarden seitens der Polizei zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kam. Nebst dem übermässigen Polizeiaufgebot kritisiern wir auch das gewaltsame Vorgehen der Polizei gegen zahlreiche DemonstrantInnen: Die Polizei hat ca. 100 Personen, grösstenteils gewaltsam festgenommen
Wir fordern: