Angriff auf ENIT in Zürich
Wir haben heute Nacht das staatliche italienischen Tourismusbüro ENIT an der Uraniastrasse in Zürich mit Buttersäure angegriffen.
Die internationale Staatsschutzzusammenarbeit stinkt zum Himmel: Ob Razzien wie am 23.6.03 in Zürich, Paris, Italien oder beim G8-Treffen in Genua, Evian oder beim WEF.
Mit diesem Angriff bringen wir zum Ausdruck, dass sich der Widerstand gegen das kapitalistische System trotz der momentanen internationalen Repressionswelle nicht einschüchtern und aufhalten lässt. Zuviele Menschen sind von den Auswirkungen des Kapitalismus wie Krisen und Kriege betroffen. Dies zeigt sich z.B. bei den grossen Mobilisierungen gegen die Treffen der reichen Industriestaaten wie in Genua, Göteburg, Evian oder Tessaloniki und bestimmt auch am WEF 2004, wo auch militant zum Ausdruck gebracht wird, dass der Kapitalismus endlich auf den Müllhaufen der Geschichte gehört.
Gegen diesen Widerstand haben die herrschenden Kapitalisten nur ihre Repression entgegenzusetzen wie die massiven Einsätze und Kriminalisierungsversuche bei den Demos (vor 2 Jahren wurde in Genua Carlo erschossen) oder z.B. die international koordinierten Hausdurchsuchungen in Italien, Frankreich und der Schweiz vom 23.6.03. Diese Hausdurchsuchungswelle, die in Italien mitte Juli weitergeht, richtet sich gegen die Bestrebungen, eine neue kommunistische Partei aufzubauen, resp. gegen die Zelle für den Aufbau einer kämpfenden kommunistischen Partei, die in Verbindung zu den Brigate Rosse gebracht wird. Diese länderübergreifende Polizeiaktion ist ein Paradebeispiel internationaler Zusammenarbeit, bei der diesmal auch die Schweiz nicht abseitsstand.
Der seit Evian/Genf doch etwas angeschlagene Ruf des ruhigen CH-Hinterlandes soll wohl aufpoliert werden. Dass dabei gerade mit dem faschistoiden und korrupten Berlusconi-Regime zusammengearbeitet wird, ist mehr wie ein pikantes Detail.
Trotz dieser Angriffe geht der Klassenkampf weiter, in Spanien, Frankreich, Italien, überall. Solidarität mit den Verhafteten von Genua, Göteburg, Tessaloniki und den im Zusammenhang mit den Hausdurchsuchungen verhafteten GenossInnen in Paris und allen anderen politischen Gefangenen, wie z.B. den spanischen GenossInnen von Grapo und PCE(r), die zur Zeit in Paris vor Gericht stehen.
Für eine revolutionäre Perspektive