PNOS-Parteitag vom Sonntag, 07.12.2003


04. Dezember 2003

Sehr geehrte Medienschaffende

Am nächsten Sonntag, 7. Dezember 2003, soll zum dritten Mal ein Parteitag der rechtsextremen Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) stattfinden. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wollen sich die PNOS-Mitglieder nun im Kanton Freiburg versammeln. Ziel des Parteitages ist es, im Schweizer Mittelland weiter Fuss zu fassen so soll nun auch im Kanton Freiburg eine PNOS-Sektion aus der Taufe gehoben werden.

Die PNOS übt sich im Vorfeld des Parteitags in Geheimniskrämerei: So sollen die Anreisenden über einen nicht öffentlich bekannten Treffpunkt zum eigentlichen Veranstaltungsort weitergelotst werden. Aufgrund eines «Lecks» im Umfeld der PNOS kennen wir sowohl «Schleusenpunkt» wie auch den Ort des Parteitags:

Wer am Parteitag teilnehmen will, muss sich am nächsten Sonntag zwischen 13.00 und 13.30 Uhr am grossen Parkplatz in Mariahilf einfinden. Mariahilf liegt zwischen Düdingen und Tafers.

Der Parteitag selbst sollte in einem Saal im Restaurant «Alpenrose» in Alterswil über die Bühne gehen. Aus Angst vor Krawallen und auf Empfehlung der Behörden hat der betroffene Wirt die PNOS inzwischen aber wieder ausgeladen den Raum gemietet hatte ein André Gauch. Unklar ist zurzeit, ob es der PNOS bis zum Sonntag gelingt, einen alternativen Saal zu finden.

Wer ist die PNOS?

Die rechtsextreme PNOS wurde im September 2000 gegründet und versucht sich seither, gesamtschweizerisch zu etablieren. Bislang ist ihr das nur in einigen Regionen der Deutschschweiz (Sektionen in Basel, Bern, Aargau und Engadin) gelungen. Der Brückenschlag in die Westschweiz soll nun mit Hilfe des Treffens im zweisprachigen Kanton Freiburg vorangetrieben werden.

Die PNOS hat sich ein stramm nationalistisches und fremdenfeindliches Parteiprogramm verpasst. «Politisieren» tut die Partei dann und wann auch mit der Faust: Sascha Kunz, Mitbegründer und ehemaliger Parteipräsident der PNOS, wurde wegen eines gewalttätigen Übergriffs auf einen politischen Gegner erst vor kurzem zu 16 Monaten Gefängnis bedingt verurteilt. Dies infolge seines «extrem ungebremsten, extrem rücksichtslosen» Auftretens, so die Strafgerichtspräsidentin Jacqueline Kiss (Basler Zeitung, 07.11. 2003). Nicht nur «ehemalige», sondern auch aktive Mitglieder der PNOS kommen immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Der aktuelle Parteisprecher, Jonas Gysin, wurde dieses Jahr wegen verschiedener Körperverletzungen verurteilt (SDA, 05.11. 2003).

Auf politischer Ebene ist die PNOS bislang mässig erfolgreich. Ihr Aargauer Nationalratskandidat Ralph Aschwanden und mit ihm die ganze Partei musste am 19. Oktober eine bittere Wahlniederlage einstecken.

Ausführliche Informationen zur PNOS finden Sie auf folgenden Webseiten:

Suchmaschine der Antifa Bern Stichwort «PNOS» eingeben http://www.antifa.ch/search/suche.html Archiv der Aktion Kinder des Holocaust (AKDH) http://search.freefind.com/find.html?id=9252119&pid=r&mode=ALL&query=PNOS&SUBMIT2=suchen

Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch per e-Mail für weitere Auskünfte zur Verfügung: bugere@gmx.ch

Mit freundliche Grüssen

Antifa Bern