Pressecommuniqué
zur Osterwaffensuche
Heute Nachmittag haben in der Innenstadt von Bern etwa 50 UNO-WaffeninspektorInnen
nach Osterbomben und von der schweizerischen Rüstungsindustrie produzierten
Waffen gesucht, welche der RUAG-Osterhase verteilt hatte. Dabei wurde vor allem
das Bundeshaus und internationale Grosskonzerne sehr genau unter die Lupe genommen.
Zum Schutz der Berner Zivilbevölkerung wurden die verdächtigen Gebäude
und Paläste grossräumig abgesperrt und versiegelt.
Leider kooperierten die Leute in den Gassen nicht vollumfänglich mit der
UNO, nur mit grossem Glück konnten Unfälle mit frei herumliegenden
Osterbomben vermieden werden.
Zufälligerweise waren auch gerade die Herren Bush, Blair, Scharon und Couchepin
anwesend um mit dem RUAG-Osterhasen ihre Geschäfte zu machen. Leider war
die UNO wieder einmal nicht im Stande, diese blutigen Händel zu unterbinden.
Hier das Flugblatt, welches von den Blauhelmen zur Aufklärung an die Bevölkerung
verteilt wurde:
Sofortiger Stopp den Waffenexporten!
Schweizer Rüstungsfirmen wie die Ruag und andere exportieren nach wie vor
an kriegsführende Länder, u.a. auch an die USA, Grossbritannien oder
Israel.
Wir fordern den sofortigen Stopp der Waffen- und Kriegsmaterialausfuhr, sowie
das Umstellen der Rüstungsfirmen auf zivile Güter.
Die heutigen Aktion soll die schweizerische Profitgier zeigen: Der Osterhase
versteckt Bomben und verkauft Waffen an die Staatschefs anderer Länder,
Bush, Blair, Sharon und Co. Währenddessen die Waffengeschäfte auf
Hochtouren laufen, freuen sich Schweizer Bundesräte mit dem Osterhasen
über die Profite, welche durch das Geschäft mit dem Tod in die Schweiz
fliessen.
Die UN-WaffeninspektorInnen sind dem Drecksgeschäft auf der Spur und finden
Waffen und Bomben in der Berner Altstadt. Sie weisen auch auf amerikanische
Geschäfte wie Starbucks, Shell oder McDonald`s hin. Wer bei diesen Firmen
Geld ausgibt, unterstützt indirekt den laufenden, blutigen Krieg im Irak.
Diese Aktion, eine Art Strassentheater, wurde organisiert vom Bündnis "Jugend
gegen Krieg" Bern. Wir wollen durch kreative Aktionen eine neue Demokultur
vorantreiben, welche sich nicht allein auf das mitlatschen an Grossdemos und
anderen Veranstaltungen der üblichen, "anständigen" Art
beschränken.
jugendgegenkrieg@gmx.ch
Kommt ans Resistance-Camp:
26.4.03, Besammlung 13.30 Heiliggeistkirche
Erfreulich war, dass die Inspektoren von der Polizei nicht an der Arbeit gehindert
worden sind, wohl weil sie selber ein wenig Angst hatten, ihre Waffen könnten
beschlagnahmt werden. Wir begrüssen dieses Verhalten sehr und hoffen dass
es weiterhin (z.B. nächstes Wochenende beim Anti-Kriegs-Camp) beibehalten
wird.
Hans Blix in Zusammenarbeit mit Jugend gegen Krieg