Grossartige Demonstration und Polizeiprovokationen in Bern
40'000 TeilnehmerInnen, ArbeiterInnen, RentnerInnen, Arbeitslose, prekär Abeitende und Jugendliche sind dem Aufruf der Gewerkschaften gefolgt und haben eindrücklich ihre Ablehnung gegenüber den neoliberalen Rentenabbauprojekten der Bürgerlichen demonstriert.
Wir rufen die Gewerkschaften auf, diese Mobilisierung fortzusetzen und die Erwartungen ihrer Mitglieder nicht zu enttäuschen. Wir haben es mit einer sozialen Demontage auf breiter Front zu tun. Jetzt sind weitere Kampfmassnahmen bis und mit Streik gefragt.
Wir haben die Mobilisierung zu dieser Demonstration unterstützt und zu einem eigenen libertären schwarz-roten Block aufgerufen. Schon an unserem vorgesehenen Treffpunkt waren Polizeigrenadiere demonstrativ aufgestellt. Als wir uns in die Demonstration einreihten tauchten plötzlich ca. 80 Polizeigrenadiere auf, die sich entlang unseres Blockes als Spalier aufstellten und die ganze Demo lang „begleiteten“. Die Stimmung war natürlich entsprechend gereizt.
Wieder einmal war es unserer Selbstdisziplin zu verdanken, dass es nicht eskalierte. Bei dieser sinnlosen „Übung“ gab es mehrere „Kollateralschäden“ seitens der „Ordnungs“-Kräfte: Beschädigungen am Lack parkierter Autos, sowie Abbrechen eines Rückspiegels, Überrennen von einem Kleinkind, Niederschlagen von zwei sich solidarisierenden GBI-Arbeitern.
Es gab nie einen Anlass für diese zahlreichen Provokationen seitens der Polizei. Die Lage spitzte sich vor der Bühne am Aargauerstalden mit einer Einkesselung des libertären Blockes und anderen Demonstrierenden zu.
Dank der Solidarisierung seitens der DemonstrantInnen und Gewerkschaftsleuten konnten wir schliesslich gemeinsam über Umwege Richtung Schützenmatte abziehen.
Wir verurteilen diesen Schritt zu „deutschen Verhältnissen“, die eine unzulässige Einschränkung der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit gleichkommt und ein Versuch radikale Systemkritik zu unterdrücken und zu kriminalisieren, wie dies in den letzten Wochen gegenüber Anti-GlobalisierungsaktivistInnen in Genf und Demonstrierenden in Zug mit willkürlichen Verhaftungen geschieht.
Wir verstehen nicht, wo da die „Deeskalationsstrategie“ der Berner Polizei geblieben sein soll!? Aus unserer Sicht hat es sich da gegenüber wasserfallschen Zeiten gar nichts geändert – Unter dem Deckmantel der Deeskalation verfolgen Begert und Blumer eine Kriminalisierungs- und Repressionsstrategie, die sich sowohl im Alltag wie an Demos manifestiert.
Eine solche Politik wird zwangsläufig zu Zwischenfällen führen.
Claaac/CH, Anti-WTO Koordination Bern, Libertäre Antifa, Antifa Thun, Antifa Biel, Büro für bessere Zeiten Biel, OSL CH, FAUCH, Autonome und anarchistische Gruppen Bern, Augenauf Bern, Ermittlungsauschuss Bern/Anti-Rep Lausanne, Neue Autonome Bewegung Solothurn NABS, Frauengruppe Bern