Communiqué zur Demo gegen Faschismus


Überregionales antifaschistisches Bündnis, 02.08.2004

Medienmitteilung zur Demo vom 1. August 2004 gegen Faschismus und für eine grenzenlose Welt

Über 1'000 Menschen demonstrierten heute unter dem Motto „Gegen Faschismus – für eine grenzenlose Welt“ in Luzern. Lautstark und selbstdiszipliniert brachten wir unsere Inhalte auf die Strasse. Es kam zu keinen Konfrontationen - weder mit der Polizei noch mit rechten Elementen.

Die Demonstration startete um 14 Uhr beim Theaterplatz mit einer dreisprachigen Eröffnungsrede. Darin wurden die Neonazi-Aufmärsche auf dem Rütli verurteilt, diverse Übergriffe thematisiert, sowie der Nationalstaat als solcher in Frage gestellt. Die Demo zog dann über die Seebrücke zum Schwanenplatz zur „Credit Suisse“, die symbolisch zugemauert wurde!! Während dieser Aktion fand eine kritische Reflexion zu Nationalstaat und Kapitalismus, in Bezug auf Schweizer Firmen, in Form einer Rede statt. Über den Luzernerhof und die Hertensteinstrasse gelangten wir auf den Hirschenplatz. Dort wurde der „Wave-Club“ – seit längerem ein Treffpunkt für Neonazis – symbolisch geschlossen. Weiter ging es über die Reussbrücke zum Regierungsgebäude des Kantons Luzern, wo das verschärfte Asylgesetz und die rassistische Politik des Regierungsrates Markus Dürr verurteilt wurden. Der Hitze trotzend bewegten wir uns weiter über Kasernenplatz, Gibraltarstrasse, Bruchstrasse und gelangten zum Pilatusplatz, wo sich das Amigra (Amt für Migration) befindet. Auch dort wurde die Migrationspolitik der Schweiz massiv kritisiert und als unmenschlich gebrandmarkt. Dann gingen wir über die Pilatusstrasse zum Bahnhof, wo die Demonstration aufgelöst wurde.

Wir haben am heutigen Tag ein starkes Zeichen gegen die sich ausbreitenden faschistischen Tendenzen gesetzt. Auch in Zukunft werden wir den rassistischen Konsens durchbrechen und auf vielseitige Art und Weise auf Naziaktivität reagieren.

Wer schweigt, stimmt zu!!

Überregionales antifaschistisches Netzwerk