Heraus zum 5. Antifaschistischen Abendspaziergang in Bern V

Bereits zum fünften Mal wollen wir mit dem Antifaschistischen Abendspaziergang ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und rechte Tendenzen setzen und für eine solidarische, gerechte und selbstbestimmte Gesellschaft demonstrieren!

Wie bitter nötig solche Zeichen sind, zeigen z.B. die konstanten Erfolge der SVP, in deren Schatten auch die rechte Gewalt gegen AusländerInnen und Andersdenkende wieder an Brutalität zunimmt.

Auch Aufmärsche und Treffen von Rechtsextremen, die häufig durch die PNOS ("Partei National Orientierter Schweizer") oder die NAPO ("Nationale Ausserparlamentarische Opposition") organisiert werden, haben massiv zugenommen.

Der SVP ist es mit fremdenfeindlichen Parolen und der Hetze gegen Minderheiten (Arbeitslose, Homosexuelle, AusländerInnen, Invalide...) gelungen, sich zur Speerspitze der Bürgerlichen zu mausern. Die "Schweizerische Volks Partei" hat das bürgerliche Lager fest im Griff und gibt den Ton an. Die anderen bürgerlichen Parteien, versuchen aus Angst, in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden, das SVP-Oiginal zu kopieren und übertreffen dessen Forderungen manchmal sogar noch an Rücksichtslosigkeit.

Mit rechts-populistischer Propaganda und Angstmacherei, wird mit aller Kraft versucht die verschiedenen Gesellschaftsteile zu spalten und gegeneinander auszuspielen, um dann wo immer möglich bei den "Kleinen" zu sparen und abzubauen (Sparpakete, Stellenabbau, Sozialabbau Rentenklau, Rentenaltererhöhung...). Die Bonzen dagegen werden mit immer neuen Steuergeschenken belohnt. Damit das so bleibt ("wer oben ist soll oben bleiben, wer unten ist bleibt unten"), wird parallel zum Sozialabbau der Repressionsapparat kräftig ausgebaut.

Das alles geht Neo-Nazis und anderen Rechtsextremen noch nicht weit genug. Sie nehmen den Querpass der SVP und der anderen Rechtsparteien dankbar auf. Sie sehen sich selber als "willkommene Vollstrecker, die mehr tun als nur reden" und manifestieren ihre Fremdenfeindlichkeit und Xenophobie mit Brandanschlägen und Schussabgaben auf bewohnte Ausländerheime und mit brutalen Übergriffen auf offener Strasse.

Die rechtsextremen SchlägerInnen bilden die Spitze des Eisbergs. Das von der SVP und anderen Parteien geschürte rassistische, unsolidarische Klima und die Ausschaffungs- und Kriminalisierungs- Praktiken der rechten BürokratInnen stellen aber das weit grössere Problem dar.

Wollen wir also nicht länger "nur" die Symptome (wie prügelnde Rechtsextreme) bekämpfen, müssen wir den Hebel bei der Ursache für Intoleranz, Unterdrückung, Ausbeutung, Homophobie, Sexismus und Rassismus ansetzen! Nur wenn wir das HERRschende kapitalistische System überwinden, indem wir die Gesellschaft von unten nach oben positiv verändern und gemeinsam für eine andere, solidarische Welt, für Gerechtigkeit, Basisdemokratie und Selbstbestimmung kämpfen, wird auch Faschismus nicht mehr möglich sein.

Wie immer wollen wir deshalb am Antifaschistischen Abendspaziergang nicht ausschliesslich gegen Faschismus demonstrieren, sondern auch gegen Kapitalismus, Staat, Patriarchat und Sexismus!

Gemeinsam für eine andere Welt - basisdemokratisch organisiert, selbstbestimmt, gerecht und solidarisch!

Wir sehen uns am 20.März um 20.30 Uhr bei der Heiliggeistkirche in Bern!

- Kein Raum für Nazis - nirgendwo!

- Machet us em Staat Gurkesalat!

- Stoppt Sexismus und Männlichkeitswahn!

- Kampf dem Kapital!

- No War - but Classwar!

- Keine Macht - für niemanden!

- Kein Mensch ist illegal!

- Solidarität ist eine Waffe!

Bündnis Alle gegen Rechts