Communiqué zum Neonazi-Übergiff in Goldach SG
Am vergangenen Samstag, 03.12.05, gegen 23.30 Uhr, wurden vier Jugendliche in Goldach SG von Neonazis angegriffen.
Der brutale Vorfall ereignete sich vor dem Lokal „Lindenhöfli“, in welchem sich immer wieder Nazi-Schläger treffen. Auch am Samstag war das Lokal wieder gut besucht von der Kundschaft aus dem faschistischen Spektrum. Die vier Jugendlichen, welche zu dieser Zeit auf dem Heimweg waren, entfernten sich sofort, als ungefähr zehn, mit Baseball-Schlägern bewaffnete, Neonazis vor dem Lokal auftauchten. Sofort wurden die Jugendlichen verfolgt. Eine Person wurde mit einem Pfefferspray angegriffen, die anderen Personen wurden mit Baseball-Schlägern, Fusstritten und Faustschlägen attackiert und teilweise schwer verletzt. Die rechtsextremen Schläger liessen erst von ihren Opfern ab, als diese sich nicht mehr bewegten. Auf die Hilferufe der Jugendlichen reagierten die Angreifer mit weiteren Hieben.
Mit Prellungen, unzähligen Wunden und einer Gehirnerschütterung musste eine Person ins Spital eingeliefert werden, weitere Personen wurden von Sanitätern vor Ort behandelt.
Die Angreifer sind bekannte Neonazis aus dem Grossraum Rorschach und sind schon seit längerer Zeit aktiv. Dass rechtsextremes Gedankengut in der Ostschweiz guten Nährboden findet, ist allgemein bekannt. Seit dem brutalen Angriff auf zwei Konzertbesucher in Frauenfeld TG haben sich faschistisch motivierte Übergriffe nicht vermindert. Im Gegenteil, während Politik und Polizei über solche Angriffe schweigen, können Neonazis Strukturen aufbauen, rassistische Wahnideen verbreiten und selbst ausleben.
Wir verurteilen das passive Verhalten gegenüber Neonazis und das aktive Einschreiten gegen Menschen, welche sich dem Nazi-Treiben in den Weg stellen!
Doch solche Übergriffe bleiben nicht unkommentiert.
Antifaschismus leben.
AntifaRechercheThurgau
Donnerstag, 8. Dezember 2005