Mitteilung des Überregionalen Antifaschistischen-Netzwerks an Gemeinden und Städte zum geplanten PNOS-Aufmarsch am 1.Mai
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Sehr geehrte Damen und Herren
Die Neonazis versuchten in den letzten Jahren immer wieder, die Aufmerksamkeit und die Sympathien der Bevölkerung auf sich zu ziehen.So auch im Jahre 2004, als sie unter dem Banner der PNOS (Partei National Orientierter Schweizer) in Langenthal aufmarschierten. Diese nicht bewilligte Demonstration fand anlässlich des 1. Mai statt. Die PNOS will, wie schon Hitler und die NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei), den 1 Mai, den internationalen Tag der Arbeit, als "Tag der nationalen Arbeit" missbrauchen.
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Jonas Gysin, Präsident der PNOS, schon Anfangs dieses Jahres eine bewilligte 1. Mai Demonstration angekündigt hat. Die PNOS hat bereits ein Bewilligungsgesuch in Luzern eingereicht, und angekündigt bei Ablehnung des Gesuchs, den Entscheid bis vor das Bundesgericht weiter zu ziehen. Es ist aber durchaus möglich, dass die PNOS versuchen wird, auf Ihre Stadt/Gemeinde auszuweichen.
Wir hoffen, dass Sie diese Gesuche ablehnen werden. Die Politik der PNOS basiert auf Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen, aufgrund willkürlich festgelegter Merkmale. Dies bring zwangsläufig Gewalt- strukturelle, physische und psychische- mit sich. Ihr Ziel, der "Rassenvermischung" ein Ende zu setzen, ist nicht ohne Massenmord zu erreichen. Gewaltverzichtserklärung von Rechtsextremen- auch die der PNOS - können also nie ernst genommen werden.
Wir würden uns freuen, wenn Sie dazu beitragen, dass die Neonazis nicht ungehindert marschieren können. Es würde uns antifaschistische Arbeit erleichtern und Ihrer Stadt/Gemeinde einige Aufregung ersparen.
Mit freundlichen Grüssen
Überregionales Antifaschistisches-Netzwerk