Anschlag gegen türkisches Fremdenverkehrsbüro
Wir haben heute Nacht (24.09.06) beim türkischen Fremdenverkehrsbüro und beim Amt für Straf- und Massnahmenvollzug in Zürich je eine Rakete zum detonieren gebracht .
Diese Aktion reiht sich ein in eine ganze Serie verschiedenster Aktionen in Zusammenhang mit der kollektiven Solidaritäts- und Kampfinitiative "Freiheit für Erdogan- Freiheit für Marco". Und gegen die in diesen Tagen laufende Reprssionswelle gegen den revolutionären und politischen Widerstand in der Türkei.
Seit dem 11. September 2006 sind die beiden revolutionären Gefangenen, Erdogan und Marco im befristeten Hungerstreik gegen die Auslieferung Erdogans an den Folterstaat Türkei und gegen die Kollaboration des Schweizer Staates mit diesem.
Die Solidaritätsbewegung draussen ist Teil dieser kollektiven Initiative und kämpft zusammen mit den beiden Hungerstreikenden. So wurden in Zürich und Bern Radios besetzt, auf dem Rhein wurde die Schifffahrt mittels grossen Transparenten blockiert, Demos organisiert, Plakate geklebt, Wände in zahlreichen Städten besprayt und last but not least auch zu militanten Mitteln gegriffen, wie z.B. in Frauenfeld, wo das Regierungsgebäude angegriffen wurde.
In der Türkei läuft just in diesen Tagen ein massiver Angriff von Sondereinheiten aus Polizei und Militär gegen politische und revolutionäre Kräfte: Büros und Räumlichkeiten von Gewerkschaften, Menschenrechtsorganisationen, Zeitungen, Jugendvereinen und Radiosendern werden durchsucht und massenweise Menschen verhaftet und natürlich gefoltert!
In dieses Klima der Repression will der Schweizer Staat Erdogan ausliefern. Dies in voller Kenntnis davon, dass ihm Folter oder gar der Tod, bestimmt aber jahrzehntelange Isolationsfolter droht: Die blutige geht in die weisse Folter (Isolation) über.
Es geht nicht nur um Erdogan - er ist nicht der einzige politische Flüchtling, der von der Auslieferung bedroht ist. Die Türkei machtDruck auf verschiedene europäische Staaten, die in Listen aufgeführten Oppositionellen endlich auszuliefern, damit sie in den F-Typ Isolationsgefängnissen lebend begraben werden können.
Wir sagen: Der Kampf geht weiter - gegen Auslieferungen an Folterstaaten und gegen den Kapitalismus ganz grundsätzlich, der nichts mehr zu bieten hat, als Kriege, Ausbeutung und Verelendung.
Solidarität mit Erdogan E. und Marco Camenisch!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Solidarität mit den in der Türkei von der Repressionswelle betroffenen GenossInnen!
Für eine revolutionäre Perspektive!