Antifa Aktion in Wil


In der Nacht auf den 9.Dezember 2006 wurde in der Nähe des Wiler Bahnhofes und am Wiler Weier ein direktes Zeichen gegen Faschismus gesetzt. Mit einem circa fünf Meter langen und mehr als zwei Meter breiten Transparent, auf dem gross „Nazis verpisst euch aus Wil“ geschrieben stand, sollte die antifaschistische Passivität und das allgemeine Schweigen durchbrochen werden. Zudem wurden antifaschistische Plakate an den umliegenden Schaufenstern angebracht und ein Teil des öffentlichen Raumes in der Umgebung des Wiler Weiers, wo sich bekanntlich Rechtsextreme aufhalten, wurde mit Farbe angegriffen.

Seit einiger Zeit gibt es eine grosse Präsenz von Neonazis in Wil. Es handelt sich um eine gut strukturierte und organisierte Schlägertruppe, die sich aus Neonazis aus Wil und Umgebung zusammenstellt. Die meisten lassen sich durch Nazisymbole wie „White Pride Worldwide“, „White Power“ oder die schwarze Sonne, die sie meistens sehr gross auf T-Shirts oder Pullovern tragen, leicht identifizieren. Doch genauso gefährlich sind jene, die ganz „normal“ aussehen und nicht auf den ersten Blick identifizierbar sind.
Die Anzahl rechtsextremer Übergriffe in Wil hat mit der Zunahme der Neonazis auch stark zugenommen. Es gibt mehrere bekannte Fälle, in denen Jugendliche, die nicht ins Weltbild der Neonazis passen, verprügelt wurden. Wir wollen zwei Beispiele aus dieser Reihe rechtsextremer Übergriffe kurz aufzeigen:

Am vergangenen „Rock am Weiher - Fest“ trafen rund dreissig Neonazis ein um heftige Unruhen zu stiften. Sie schmissen mit Flaschen herum, pöbelten Besucher an, und verprügelten zwei Jugendliche, die als Folge davon ins Spital eingeliefert werden mussten.

Am 10.9.2006 wurden am frühen Sonntagmorgen auf der Säntisstrasse in Wil zwei Jugendliche von einer Gruppe Neonazis verprügelt. Die Neonazis störten zuerst das „Rock down Asylsgesetz – Konzert“ mit heftigen verbalen Auseinandersetzungen, um danach wieder abzuziehen. Auf dem Rückweg zum Bahnhof verprügelten sie einen zwanzigjährigen und einen achtzehnjährigen unter anderem mit Bierflaschen. Der zwanzigjährige wurde ins Spital eingeliefert. Obwohl der Polizei die Namen der Nazitäter bekannt sind wurde nichts unternommen.

Viele Jugendliche haben aus diesem Grund Angst sich am Wiler Bahnhof und dessen Umgebung aufzuhalten. Um weitere Übergriffe von Neonazis zu verhindern und deren weitere Ausbreitung in Wil einzudämmen müssen faschistische Strukturen aufgedeckt und bekämpft werden!

Deshalb noch einmal: Nazis aus Wil vertreiben! Nazis von überall vertreiben!

Antifa Wil