Entgegen den Behauptungen der Polizei in ihrem Communiqué handelt es sich bei den Ereignissen in der Nacht vom Samstag nicht um "gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Links- und Rechtsextremen", sondern um organisierte brutale Übergriffe von Neonazis auf mindestens sieben Personen, von denen einer schwarze Hautfarbe hat und die anderen von den Nazis als Linke eingeordnet wurden. Zudem haben die selben Neonazis versucht in das Restaurant "Widder" einzudringen und die Leute darin anzugreifen.
Nach Augenzeugenberichten gab es keine Massenschlägerei beim Bahnhof, dafür kam es zu einer Auseinandersetzung im Restaurant "New Point" direkt am Stadttor, einem bekannten Neonazi-Treffpunkt, wo sich einige Leute die Anwesenheit von FaschistInnen nicht gefallen lassen wollten.
Zuvor kam es laut Berichten zu einem Angriff von Neonazis auf einen Kastenwagen der Polizei vor dem "Coyote Ugly" an der Archstrasse, auch dies ein bekannter Treffpunkt von FaschistInnen.
Aus den verschiedenen Berichten geht hervor, dass es sich nur um eine geplante Aktion der Neonazis handeln kann. Auch die verhafteten Faschos (24 von insgesamt 28 Verhafteten) und die Tatsache, dass sie aus mehreren Kantonen und dem benachbarten Ausland angereist sind, widerlegen die Darstellungen der Polizei, welche durch die Medien wie immer unhinterfragt übernommen werden.
Tatsache ist, dass das Restaurant "Widder" in den letzten drei Jahren sieben Mal von Neonazis angegriffen, alle Untersuchungen der Polizei jedoch eingestellt wurden.
Es ist eine Strategie der Verharmlosung von rechter Gewalt, diese Vorkommnisse als "Randale" zu bezeichnen. Die Sympatien der Polizei sind einmal mehr klar zum Ausdruck gekommen, was beim herrschenden rassistischen Klima niemanden verwundern sollte.
Widerstand gegen Faschismus überall!
Aufklärung tut Not!
Antifaschistische Recherchegruppe