Der Böögg ist frei!


In der Nacht vom 20. auf den 21. Mai ist es uns gelungen, den am 2. Mai nach 14 Uhr von der Polizei verhafteten Böögg zu befreien. Er war in der Stadtgärtnerei, im obersten Stockwerk der Fellenbergstrasse 198 in der Malerwerkstätte des Malermeisters Reto Jäggi eingesperrt gewesen.



Am 1. Mai 06 haben wir gemeinsam mit GenossInnen, FreundInnen und ArbeiterInnen am Tag des Widerstands gegen B ürgertum und Kapitalismus unseren Kampf auf die Strasse getragen. Der Böögg wurde so immer mehr zum Symbol eines aktiven Kampfes gegen Bonzen und Ausbeuter, die an einer grotesken Parade wie dem Sechseläuten ihre Ansprüche auf Macht und Herrschaft offen zur Schau tragen. Das lassen wir uns nicht gefallen. Wir organisieren uns, wir kämpfen gemeinsam auf der Strasse gegen die bürgerliche Gesellschaft, gegen die Bonzen und für unsere Rechte, die Rechte der BüezerInnen.
Die Bonzen haben viel Macht. Sie haben viel Geld und Polizisten, die in ihrem Dienst stehen. Damit ihnen ihre Besitztümer, die sie sich mit unserer Arbeitskraft zusammengestohlen haben, nicht wieder abgenommen werden können. Doch trotz all ihrer Polizisten und Drohungen, die sie Gesetze nennen, haben wir uns organisiert und uns zusammengetan. So haben wir ihnen ihr Symbol des bürgerlichen Besitzstandes, das sie verschwenderisch verbrennen wollten vor der Nase weggeschnappt.

Unsere Solidarität und unsere gemeinsame Entschlossenheit wird immer stärker sein, als ihre Bullen und ihre Lügen.
Der Böögg wurde so von einem bürgerlichen Macht- und Besitz-Fetisch zu einem Böögg der BüezerInnen mit dem wir gemeinsam am 1. Mai gefeiert und gekämpft haben.
Am Nachmittag des 2. Mai ist die Polizei ins Kanzleiareal eingedrungen und hat uns unseren Böögg wieder weggenommen. Die Handlanger der Bonzen, haben mit ihren Uniformen und ihren Waffen ihre angebliche Allmacht demonstriert und den Böögg triumphierend weggetragen.
Wir aber haben unseren Böögg nicht aufgegeben und so haben wir einmal mehr bewiesen, dass die Bullen und die Bonzen uns nichts wegnehmen können, was wir uns nicht gemeinsam wieder zurückholen können.
Der Böögg gehört uns, den BüezerInnen.
Das die Zünfter-Bonzen behaupten der Böögg sei zerstört worden und somit der Bevölkerung offen ins Gesicht lügen, zeigt welche Wittel sie sich gewohnt sind. Es ist sicher weder das erste, noch das letzte Mal, dass unsere Handlungen das Ende ihrer Lügen bedeuten.
Sie haben das Geld - wir die Solidarität
Sie haben Polizisten - wir organisieren uns
Sie lügen gemeinsam - wir kämpfen gemeinsam

Wir haben den Böögg - Sie haben den Böögg nicht

Ob in der Schule, im Geschäft, in der Fabrik oder auf der Strasse. Wenn wir uns organisieren und gemeinsam kämpfen gehört uns nicht nur Böögg sondern auch die Zukunft.


Der Böögg den BüezerInnen!


Revolutionäre Bewegung 1. Mai - Strasse frei