Communiqué der Reitschule Bern zum 1. April 2006
In Folge der Ereignisse rund um den «7. Antifaschistischen Abendspaziergang» mussten gestern, Samstagabend in der Reitschule ein Doppelkonzert im Dachstock und ein Anlass im Frauenraum kurzfristig abgesagt werden. Mehrere hundert Gäste konnten während langer Stunden wegen der Auseinandersetzungen die Reitschule nicht verlassen. Zudem waren alle in der Reitschule Anwesenden wiederholten Tränengaseinsätzen der Polizei ausgesetzt. Zur Zeit ist uns nicht bekannt, wie viele Personen sich deswegen in ärztliche Behandlung begeben haben. Wir möchten wieder einmal daran erinnern, dass Tränengas in geschlossenen Räumen lebensgefährlich ist.
Das Bündnis «Alle gegen Rechts» hat sich am Samstag Abend in unseren Augen ernsthaft und aktiv bemüht, gewaltsame Konflikte zwischen Demonstrantinnen und Polizei zu verhindern. Es ist leider an der Sturheit der Berner Behörden, die ein Bewilligungsverfahren über die Ausübung der Grundrechte stellt und mit einem riesigen Aufgebot Bürgerkriegsstimmung schürte, aber wohl auch an der eigenen Rhetorik der Militanz gescheitert.
Die Reitschule bedauert die Vorfälle sehr und auch die kurzfristige Absage der Anlässe und entschuldigt sich bei allen Besucherinnen und Besuchern.
Reitschule Bern, 3. April 2006