Erklärung:
Farbe und Steine gegen die KPMG, Ernst & Young und die türkische Airline


Wir haben heute zwei strategische Partner des WEF, die KPMG an der Badenerstrasse und Ernst & Young am Stauffacher mit Steinen und Farbe angegriffen. Die türkische Airline wurde, ebenfalls mit Farbe und Steinen, mit einem solidarischen, revolutionären Gruss an Erdogan E. versehen.

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgruppe KPMG und Ernst & Young gehören zu den sogenannten "Big-Four-Prüfungsgesellschaften". Diese Big-Four, bestehend aus Pricewaterhouse Coopers, Deloitte Touche Tohmatsu und den zwei angegriffenen Gesellschaften, prüfen und beraten die überwiegende Mehrheit der an den Börsen notierten Kapitalgesellschaften weltweit. Alle vier dieser Unternehmen sind dieses Jahr strategische Partner des WEF.
Kein Wunder wenn wir uns das Kerngeschäft dieser Unternehmen ansehen. Neben der Geschäftsprüfung sind diese vier Unternehmen vorallem Stark in der Beratung der Steuerflucht die zum sogenannten "Loch in der Staatskasse" fährt und damit direkt zum Sozialabbau. Dazu führen sie, falls nötig, direkte Gespräche mit den Regierungen in verschiedenen Ländern. Auch wenn Konzerne restrukturieren sind die vier zur Stelle. Sie geben Auskunft welcher Arbeitssektor am besten Ausgelagert wird um in Billiglohnländern mehr Mehrwert zu erzeugen und damit die ArbeiterInnen gegeneinander auszuspielen. Welcher Sektor geschlossen und wie Arbeitsplätze vernichtet werden können um noch mehr Profit aus den übriggebliebenen ArbeiterInnen zu pressen.
Damit gehären die KPMG und Ernst & Young, Pricewaterhouse Coopers und Deloitte Touche Tohmatsu zu den Speerspitzen des Kapitals beim Angriff auf alle Lohnabhängigen. Uebrigens fahren sie mit ihrem Engagement, anderen Konzernen mehr Profit zu ermöglichen, selbst nicht schlecht, 55 Milliarden US Dollar beträgt das Jahreseinkommen der vier zusammen.

Geschmeichelt darüber, dass sie nicht angegriffen wurden, müssen sich die Pricewaterhouse Coopers und Deloitte Touche Tohmatsu nicht fühlen. Sie sind weder besser noch schlechter als die andern beiden, sondern erfüllen ihre Aufgaben innerhalb des Kapitalismus genauso. Und schliesslich ist aufgeschoben nicht aufgehoben!

Solidarität mit dem Hungerstreik von Marco und Erdogan!
Der türkische Staat greift die politische Opposition seit längerer Zeit ganz massiv an: Razzien, Verhaftungen, Folter und Isolationsknäste sind dazu die Stichworte. Erdogan E, einer der mittlerweile 5 politischten Gefangenen, sitzt seit dem 21. Februar 2006 in Auslieferungshaft. Das Bundesamt für Justiz, also Blocher, will ihn unbedingt an die Türkei, wo ihn Folter und Isolationshaft erwarten ausliefern.
Blocher hat es in diesem Herbst auf seiner Türkeireise auf den Punkt gebracht: Repression und Kapital 2 Teile der gleichen Medallie. Zum einen Verhandelte er ueber die Auslieferung vier politischer Gefangenen, die alle auf die berüchtigte "Anti- Terrorliste" gesetzt wurden. Zum anderen reiste er als Grosskapitalist im Dienste des Profits! Genau das spielt sich jedes Jahr am WEF ab. Blocher wird inoffiziell als Bundesrat seine Kontakte pflegen, bilaterale Verhandlungen und Uebereinkünfte treffen. Genau so wurde damals Oecalan's Entführung verdealt. Gegen diese Politik kämpfen Marco Camenisch und Erdogan E. mit einem kollektiven Hungerstreik.


Drinnen und Draussen ein Kampf gegen das WEF!
Keine Ausschaffungen an den türkischen Staat!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Das Kapital ist angreifbar