Presseerklärung zur Aktion im Zürcher Geschworenengericht in Solidarität mit Marco Camenisch vom 12. März 2007


Heute morgen trafen sich gegen 40 AktivistInnen vor dem Zürcher Geschworenengericht am Hirschengraben, um ihre Solidarität mit Marco Camenisch kundzutun.

Nachdem das Bundesgericht im Herbst das Strafmass von 17 Jahren Zusatzstrafe als zu hoch zurückgewiesen hat, sollte das Geschworenengericht heute erneut über Marco Camenisch befinden. Der zuständige Staatsanwalt und fanatische Sicherheitsneurotiker Ulrich Weder forderte neu die psychiatrische Begutachtung von Marco, um ihn verwahren zu können.

Es ist nur zu verständlich, dass der dreiste Angriff der Staatsanwaltschaft auf den letzten Rest Selbstbestimmung eines politischen Gefangenen - der sich in all den Jahren Gefängnis nicht brechen liess - auf entschiedenen Widerstand stösst. Wir lassen eine Verwahrung von Marco nicht zu und fordern stattdessen seine Freilassung!

Als Schreibtischtäter Weder im Gerichtssaal sein Plädoyer zu halten gedachte, wurde er mit Sprechchören - "Marco libero", "Wir sind nicht alle, es fehlen die Gefangenen", "Freiheit statt Verwahrung" - und lautem Klatschen davon abgehalten. In der Folge kam es zu wüsten Ausschreitungen seitens der Sicherheitskräfte, die mit einem Grossaufgebot sichtlich überforderter Polizeier die AktivistInnen brutal aus dem Gerichtssaal prügelten und danach zwei Personen verhafteten.

Wir werden uns von diesem lächerlichen Staatskundeunterricht nicht abhalten lassen: Unsere Solidarität gilt den Gefangenen und ihren Kämpfen! In diesem Sinne:

Police partout, justice nulle part - Freedom and sunshine for Marco Camenisch - Verwahrung von Widerstand? Nix da!

FreundInnen und UnterstützerInnen von Marco Camenisch, 12. März 2007