Abschlussdemo zur Antifa-Kampagne
Heute haben in der Innenstadt von Bern über 500 Personen unter dem Motto „In Bewegung bleiben – Rassismus überwinden“ demonstriert. Die Demonstration bildete den Abschluss der Kampagne „Die Dinge in Bewegung bringen“ in deren Rahmen in den letzten Monaten in Bern, Biel, Burgdorf, Solothurn und Thun verschiedene Aktionen stattgefunden haben.
Der Protest der Demonstrierenden und die Themen der verschiedenen Aktionen waren sehr vielfältig. Sie reichten von Antifaschismus über Antisexismus, Antikapitalismus hin zu Aktionen für mehr Toleranz und Zivilcourage. Damit wurde einmal mehr bewiesen, dass auch ohne eine Bewilligung friedlich demonstriert werden kann, wenn sich die Polizei dabei im Hintergrund hält. Die Demo stiess in der vollbesetzten Innenstadt auf viel Interesse und Zustimmung. Mehrmals ernteten die Antifas spontanen Beifall. Auch konnten über 1200 Broschüren und unzählige Flugblätter an Demonstrierende und PassantInnen verteilt werden.
Dass antifaschistischer Widerstand mehr denn je Not tut, daran besteht kein Zweifel. Rassistische Tendenzen treten immer offener zutage. JedeR zehnte Jugendliche hat schon Probleme mit Neonazis gehabt. Der Antisemitismus ist fest in der Gesellschaft verankert. An der Urne stimmten über 70% einem fremdenfeindlichen, rassistischen Asyl- und Ausländergesetz zu. Justizminister Blocher lancierte einen offenen Angriff auf die Anti-Rassismus-Strafnorm.
Weltweit wütet der Kapitalismus. Menschen, Tiere und Umwelt werden gnadenlos ausgebeutet, was auch für das Klima fatale Auswirkungen hat. Hunderttausende verarmen und verhungern, während die Reichen immer reicher werden. Kriege, in denen sich die Angehörigen der unteren Klassen gegenseitig umbringen, obwohl einzig die Herrschenden davon profitieren, überziehen den Globus. Rechtsextremismus, religiöser Fanatismus und andere reaktionäre Ideen haben Hochkonjunktur. Auch in der Schweiz, wo die Konzerne Jahr für Jahr fette (Rekord-) Gewinne verbuchen, erfahren immer breitere Bevölkerungsschichten direkt Sozialabbau, Lohndumping und Massenentlassungen. Die dadurch entstehende Unzufriedenheit und Wut wird von den Herrschenden geschickt auf Minderheiten gelenkt.
Das wollen wir nicht akzeptieren. Mit dieser antifaschistischen Kampagne haben wir die Dinge in Bewegung gebracht – und wir bleiben auch zukünftig in Bewegung!