Antifademo in Fribourg


Gestern Donnerstag (07. Mai 2008) zogen über 250 Menschen durch die Fribourger Innenstadt um gegen den Aufmarsch der rechtsradikalen Partei National orientierter Schweizer (PNOS) zu protestieren, der dort am 1. Mai stattgefunden hat.

Am 1. Mai marschierten gut 100 Neonazis durch die Stadt, um ihr nationalistisches und fremdenfeindliches Gedankengut zu verbreiten und einen Tag der nationalen Arbeit zu fordern. Ausser einigen wenigen couragierten ArbeiterInnen am 1. Mai Fest, hatte damals keineR den Mut gegen die braune Flut, die da hochgekrochen kam, zu protestieren. Im Gegenteil, die Polizei beschützte die FaschistInnen vor den antifaschistischen GewerkschafterInnen. Die PNOS war des Lobes über sie voll, und der Oberamtmann des Saanebezirkes, Nicolas Deiss, der Bruder von Bundesrat Joseph Deiss, bewilligte diesen Marsch kurzfristig sogar noch.

Diesen Donnerstag haben jedoch die mindestens 250 Menschen an der Protestkundgebung gezeigt, dass es auch in Fribourg nicht einfach so akzeptiert wird, wenn rassistische SchlägerInnen aufmarschieren. Die Kundgebung verlief quer durch die Innenstadt zum Rathaus. Dort wurde zum Abschluss noch eine Rede gehalten, in der die Versammlung der PNOS kritisiert und der Zusammenhalt und die Solidarität zwischen Menschen mit und ohne Schweizerpass hochgehalten wurde.

Der Umzug war laut und farbenfroh, ein bunter Querschnitt der Bevölkerung nahm daran Teil. Alte und Junge, MigrantInnen und SchweizerInnen, Kinder und Erwachsene waren zugegen. Die Stimmung war hervorragend, was nicht zuletzt den Leuten mit den Djembes (afrikanischen Trommeln), sowie den Personen am Megafon zu verdanken war. Neben dem Kampf gegen Rassimus und Ausgrenzung wurde auch immer wieder die Solidarität zwischen SchweizerInnen und MigrantInnen hervorgehoben und die unmenschliche und ausgrenzende Asylpolitik der Schweiz verurteilt.

Die Polizei war sichtlich überfordert und reagierte teilweise kopflos, was sich etwa darin zeigte, dass sie zu Beginn der Kundgebung das Mitführen von Fahnen (insbesondere schwarz-roten) verbieten wollte. Dieser Versuch den anarchistischen AntifaschistInnen die Teilnahme zu verleiden, scheiterte jedoch. Die Fahnen kamen mit und wurden auch fleissig geschwenkt.


Kein Fussbreit dem Faschismus!
Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Gebt den Nazis die Strasse zurück, Stein für Stein!