Unbewilligte Demo von der Innenstadt ferngehalten - Personen überprüft
Zwischen 50 und 70 meist vermummte Demonstranten wurden am Donnerstagabend beim Bahnhof Thun von der Polizei daran gehindert, in die Innenstadt vorzudringen. Die Demonstration von linken Aktivisten der Antifa-Bewegung war nicht bewilligt. Es gab keine Verletzten und nach bisherigen Erkenntnissen keine Sachschäden. Die Personalien der Demonstrierenden wurden überprüft.
Kurz vor halb neun Uhr am Donnerstagabend machten sich auf dem Bahnhofplatz Thun zwischen 50 und 70 Demonstrierende der Antifa-Bewegung auf den Weg Richtung Maulbeerplatz und Innenstadt. Die grösstenteils Vermummten wurden jedoch am Nordrand des Platzes von Ordnungsdienstkräften der Polizei daran gehindert und zum Bahnhofgebäude zurück gedrängt. Im Anschluss wurden ihre Personalien aufgenommen.
Der Vorsteher der Direktion Sicherheit der Stadt Thun, Gemeinderat Heinz Leuenberger, hatte den Demonstrationszug nicht bewilligt. Er vereinbarte mit der Polizei Thun im Vorfeld, dass ein Vordringen des Demonstrationszuges in die Innenstadt verhindert werden soll. Gemäss ersten Polizei-Erkenntnissen waren nur wenige der Teilnehmenden aus Thun.
Antifa-Aktivisten hatten nach einer Schussabgabe auf eines ihrer Mitglieder in der Nacht vom letzten Freitag auf Samstag zu Demonstrationen aufgerufen. Eine erste hatte am Sonntagnachmittag statt gefunden. Ein Mann hatte einen Jugendlichen durch einen Schuss verletzt. Die gerichtlichen Untersuchungen dazu sind noch im Gange. Der Thuner Gemeinderat verurteilt jede Form von Gewalt aufs Schärfste und ist erleichtert, dass am Donnerstagabend weder Menschen verletzt noch Sachschäden angerichtet wurden.
Auskünfte an die Redaktionen: Heinz Leuenberger, Gemeinderat, Vorsteher der Direktion Sicherheit, Tel. 079 311 20 20
Thun, 14. Juli 2005 - 22.55 Uhr