Thun

Unbewilligte Demonstration aufgelöst

pkb. Die Kantonspolizei Bern hat am Samstagabend, 15. Oktober 2005, in Thun eine unbewilligte Demonstration aufgelöst. Rund 350 Demonstrationsteilnehmerinnen und -teilnehmer wurden einer Personenkontrolle unterzogen. Unter der Bezeichnung "Antifaschistischer Abendspaziergang" hatten die "Autonomen Gruppen Oberland" zu einer Kundgebung aufgerufen. Weil bei den Thuner Stadtbehörden keine Bewilligung eingeholt worden war, haben diese die angekündigte Demonstration nicht geduldet und die Kantonspolizei Bern beauftragt, einen Demonstrationszug durch die Stadt zu verhindern. Die Kantonspolizei wurde dabei durch Polizeikräfte aus dem Nordwestschweizer Polizeikonkordat (NWPK) unterstützt.

Um ca. 2030 Uhr besammelten sich über 300 zum Teil vermummte Personen auf dem Bahnhofplatz wo sie von der Polizei am Marsch in die Innenstadt gehindert wurden. Nachdem sich verschiedene Kundgebungsteilnehmende nicht an die polizeilichen Anweisungen hielten und später versuchten, die Absperrung zu durchbrechen, setzte die Polizei Gummischrot und Tränengas ein. Nach heutigem Kenntnisstand wurden keine Personen verletzt. In verschiedenen Gebieten kam es vereinzelt zu Sachbeschädigungen. In der Folge wurden die Kundgebungsteilnehmer einer Personenkontrolle unterzogen und danach in Gruppen entlassen. Sie müssen, gestützt auf das Ortspolizeireglement der Stadt Thun, mit einer Strafanzeige wegen Beteiligung an einer unbewilligten Demonstration rechnen.

(jümo)