Medienmitteilung vom 2. Mai 2004

Langenthal: Ausschreitungen zwischen Linksautonomen und Rechtsradikalen

pkb.In Langenthal ist es am frühen Samstagnachmittag zu Ausschreitungen zwischen Linksautonomen und Rechtsradikalen gekommen. Beim Versuch eine Konfrontation zu verhindern, wurde ein Polizist am Kopf verletzt. Er musste sich in spitalärztliche Behandlung begeben.

Kurz nach Mittag formierten sich rund 150 Personen aus der rechten Szene beim Bahnhof in Langenthal zu einem unbewilligten Demonstrationszug. Zu diesem Zeitpunkt war in der Marktgasse eine 1.-Mai-Feier im Gange. Zum Schutz derselben schlugen die lokalen Behörden eine alternative Marschroute vor, woran sich die Demonstranten nach Angaben der örtlichen Behörden auch hielten.

Als sich der Demozug in der Ringstrasse, rund 200 Meter vor dem Bahnhof befand, traf ein Zug aus Richtung Olten in Langenthal ein. Darin befanden sich ca. 60 Angehörige der linksautonomen Szene. In der Folge stiegen die mehrheitlich Vermummten aus dem Zug. Beim Versuch der Polizeikräfte, ein Aufeinandertreffen der beiden Lager zu verhindern, erhielt ein Polizist mit einem Stock einen Schlag auf den Kopf; er musste sich in spitalärztliche Behandlung begeben. In der Folge kam es zwischen den beiden Gruppierungen zu Auseinandersetzungen. Dabei wurden Petarden, Flaschen und Steine als Wurfgeschosse eingesetzt. Nach bisherigen Erkenntnissen soll es in beiden Lagern Verletzte gegeben haben.

Durch die Kantonspolizei und die Stadtpolizei Bern wurden in Langenthal und in der Stadt Bern mehrere Personen aus beiden Lagern festgenommen. (jümo)