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Projekt Kritik und Klassenkampf
Vom 30.03. bis zum 01.04.2012 findet erneut ein Diskussionswochendene des Projekts Kritik und Klassenkampf statt. Anmelden könnt ihr euch unter http://www.kritik-und-klassenkampf.tk/.
Auszug aus dem Aufruf:
Radikale Kritik organisieren!
Gemeinsam diskutieren – Gemeinsam handeln!
Im Sommer 2011 haben wir mit dem Anliegen, auf eine gemeinsame Debatte mit praktischer Perspektive hinzuarbeiten, ein erstes Diskussionswochenende durchgeführt, das uns trotz grosser Erwartungen nicht enttäuscht hat. Wir möchten das Begonnene fortsetzen und laden euch dazu ein, am zweiten Diskussionswochenende des Projekts Kritik & Klassenkampf teilzunehmen. Wir wollen mit allen interessierten Personen in Diskussion treten und Handlungsmöglichkeiten für den revolutionären Klassenkampf erarbeiten. Dabei soll es im Wesentlichen um die Krise, Kämpfe, Interventionen, Organisierung und Perspektiven gehen. Anhand vorbereiteter Thesen wollen wir über die Globale Entwicklung, Bürgerliche Reflexe auf die Krise und die Rolle der Revolutionäre diskutieren.
In den Diskussionen bis jetzt haben wir über die Krise des Kapitals, über Ideologie und Bewusstsein, den Widerstand von unten gegen die Auswirkungen der Krise und mögliche Interventionen von uns in den Kämpfen
diskutiert. Dabei sind wir auf Fragen gestossen, welche für uns von zentraler Bedeutung sind, so zum Beispiel:
• Gibt es einen qualitativen Umschlag im Klassenkampf, der von Tagesforderungen zu einem
revolutionären Prozess führt?
• Was sind die Voraussetzungen für eine Bewegung, welche die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse aufheben will?
• Wie entsteht Klassenbewusstsein und wie hängen Kämpfe und dieses Bewusstsein zusammen?
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ANTI-WEF Demo 2.0
Gegen Kapitalismus und seine Gewalt!
Samstag 04.02.2012 um 15.00 Uhr bei der Heiliggeistkirche in Bern.
Nein, wir lassen uns nicht einschüchtern, weder von den Polizeihundertschaften noch von den Politiker_innen, die deren Angriff gegen uns befohlen haben. Wir werden wieder und wieder auf die Strasse gehen, bis die Gründe für Umweltzerstörung, Ausbeutung, Hunger und Unterdrückung beseitigt sind! Nicht weil wir uns gerne den polizeilichen Demütigungen und Schikanen aussetzen, sondern weil wir die alltäglichen Zumutungen und die Zerstörung des Planeten und die Ausbeutung seiner Bewohner_innen satt haben und nicht mehr schweigend hinnehmen.
Wir kennen ihre Machenschaften. Es ist nicht das erste Mal, dass sie uns mit einem riesigen Polizeiaufgebot daran gehindert haben, Kritik zu äussern. Dass sie uns gefesselt, weggeschleift und weggesperrt haben. Dass sie uns bedroht und geschlagen haben. Dass sie uns den Gang auf die Toilette verweigert haben. Dass sie uns befohlen haben, die Kleider auszuziehen. Dass sie uns mit Tränengas eingesprüht haben. Dass sie die Stadt polizeilich besetzt haben. Dass sie unsere Transparente, Flugblätter und Broschüren beschlagnahmt haben.
Wir wissen, warum sie es getan haben. Nicht wegen den angeblichen „Gewaltdrohungen“ haben sie uns am Samstag geschlagen, verhaftet, gefesselt und eingesperrt. Mit Gewalt haben diese Herren und Damen nämlich kein Problem. Im Gegenteil: Gewalt üben sie selber aus um unsere Bewegung, die radikale Kritik an diesen Verhältnissen übt, zu kriminalisieren und zu schwächen. Die angebliche „Gewaltdrohung“ war, wie schon oft, ein Vorwand. Die Repression gegen unliebsame Kritikäusserung wird in Bern schon länger systematisch vorangetrieben: Das Anti-AKW-Camp wurde geräumt, Demonstrierende einer Solidaritätsdemo samt Tram „gekidnappt“, die Anti-Repressionsdemo angegriffen, die SVP wurde mit schier unvorstellbaren Ressourcen beschützt und die Berner Bevölkerung dabei schikaniert... Dass Polizei und Politik jedes Mittel recht ist, um ihre Massnahmen zu rechtfertigen, zeigen die Lügengeschichten rund um die prügelnden Zivilfahnder in der Reitschule. Warum sie das tun ist klar: Sie verteidigen das herrschende System dogmatisch, kompromisslos!
Wir wissen, warum wir es tun. Weil wir nicht schweigen wollen, wenn sich Bonzen_innen und Politiker_innen mit Kulturheinis und sonstigen Berühmtheiten umgeben und sich als die Retter_innen inszenieren, die mit „neuen Modellen die Welt verbessern“ wollen, während sie in Wahrheit die Agenten_innen und Organisatoren_innen der herrschenden Verhältnisse sind. Die Brandstifter_innen präsenteiern sich als Feuerwehr, die Ausbeuter_innen als Wohltäter_innen, die Unterdrücker_innen als Befreier_innen. Sie sprechen in ihrer noblen Schwatzbude darüber, wie sie die Probleme lösen könnten, die sie selber täglich von neuem reproduzieren. Sie werden nicht müde zu wiederholen, wie schwer sie an ihrer Verantwortung tragen, während sie uns die Löhne kürzen, die Mieten erhöhen, die Jobs kündigen, die Sozialleistungen zusammenstreichen…
Wir scheissen auf das WEF, weil es nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems ist. Weil sich dort die Eliten der kapitalistischen Welt treffen und austauschen und weil wir wissen, dass wir von diesen nichts Gutes zu erwarten haben.
Wir rufen dich auf, gemeinsam mit uns zu protestieren, wenn du nicht schweigen willst, während sich Mörder_innen, Ausbeuter_innen und Unterdrücker_innen im verschneiten Davos zur ihrer Selbstbeweihräucherung treffen. Wenn du genug hast, vom Druck auf der Baustelle, von den Arbeitszeiterhöhungen in der Fabrik, vom Mobbing im Büro, vom Stress im Spital, von den Polizeikontrollen und Schikanen, von der Hetze in den Medien, vom Leistungsdruck in der Schule und an der Uni, von der Umweltzerstörung, von der alltäglichen Konkurrenz, von Burnout, Verdrängung, Welthunger, Ausgrenzung, Rassismus, Sexismus, Krieg und Krise. Wir haben nämlich längst genug davon!
Wir sehen uns am 04.02.2012 um 15.00 bei der Heiliggeistkirche in Bern.
„Wollen wir es schnell erreichen,
brauchen wir noch dich und dich.
Wer im Stich lässt seinesgleichen,
lässt ja nur sich selbst im Stich.“
(Berthold Brecht)
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WEF Schachmatt setzen - 26.01.2012
Auch in Bern findet eine Aktion zur Anti-WEF-Aktionswoche statt!
Kommt alls am 26.1.2012 nach Bern! Es braucht dringend Leute!
Lasst euch von der Repression vom Samstag nicht einschüchtern!
Anlässlich des World Economic Forum (WEF) finden von 21.1. bis 28.1. in mehreren Städten Aktionen statt. Neben der Demo vom 21. in Bern, wird am 26. ein Schachspiel stattfinden, um zu symbolisieren, wie in dieser Wirtschaft mit uns gespielt wird.
Seit 1971 treffen sich in Davos jährlich Abgeordnete von Staaten und Grosskonzernen um über die Wirtschaftslage zu diskutieren. Dabei geht es jedoch nicht, wie oft propagiert, um die Verbesserung unser aller Lebensumstände, sondern um die Profitmaximierung und die Sicherung des Kapitalismus. Der Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, in welchem für den Profit Mensch, Natur und Tier ausgebeutet werden und welches in einem hohen Mass für die schlechten Lebensumstände verantwortlich ist. In dieser Wirtschaft sind wir nur Spielfiguren.
Deshalb wird am 26.1. um 18:00 Uhr unter dem Baldachin ein Schachspiel stattfinden. Auf dem Brett werden Menschen stehen, welche die Klassen unserer Gesellschaft repräsentieren. Ziel des Spiels ist es, aufzuzeigen, dass der Mensch im Kapitalismus nur eine Ware ist.
Für eine Wirtschaft die nach unseren Bedürfnissen produziert!
Für die soziale Revolution!
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Anti-WEF Demo in Davos
Am 28.01.2012 wird es in Davos zu einer Anti-WEF Demonstration kommen. Kommt zahlreich und reist in kleinen Gruppen an! Wir treffen uns um 13.00 Uhr auf dem Rathausplatz.
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Stop reshaping capitalism – Abort it!
Vom 25. bis zum 29. Januar 2012 treffen sich einmal mehr die führenden Vertreter_innen von Wirtschaft und Politik am Weltwirtschaftsforum WEF in Davos. Unter dem Motto: "The Great Transformation: Shaping New Models" (Die grosse Transformation: neue Modelle gestalten) versuchen sie, Auswege aus der gegenwärtigen kapitalistischen Krise zu finden. Ein Anliegen, das an Zynismus nur schwer zu überbieten ist. Diejenigen, welche durch Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt massgeblich mitverantwortlich für die vorherrschenden Missstände sind, stilisieren sich zu "Retter_innen" der Weltwirtschaft hoch. Tatsächlich geht es darum, das bestehende System aufrecht zu erhalten um Macht und den damit verbundenen Profit zu sichern.
Erste Auswirkungen der Krise sind inzwischen auch in der Schweiz zu spüren. Obwohl z.B. das Basler Pharmaunternehmen Novartis 2010 fette Gewinne von rund 10 Mrd. Dollar einstrich, senken sie Löhne und bauen Stellen ab. Griechenland droht pleite zu gehen und auch in Irland, Italien und Spanien leidet die Bevölkerung unter der Schuldenlast und den Sparpaketen. Euro und Dollar verlieren stetig an Wert, der Währungsmarkt muss dauernd künstlich stabilisiert werden. Die sogenannte Dritte Welt wird weiterhin ausgebeutet, dies schlägt sich in Hungersnöten und Konflikten um Ressourcen nieder.
Doch nicht nur die sichtbaren Ausprägungen dieser Misere werden schärfer, auch die Proteste nehmen zu. Beispielsweise am Generalstreik im US-Bundesstaat Oakland aber auch an den Streiks und Demonstrationen in Griechenland lässt sich sehen, dass immer mehr Menschen nicht dazu bereit sind, den Preis für die Auswüchse des modernen Finanzkapitalismus zu bezahlen.
Wir bringen hier und jetzt unsere Kritik auf die Strasse und lassen uns nicht von schön klingenden Versprechungen blenden! Lasst uns gemeinsam zeigen, dass das WEF nicht Teil der Lösung sondern Teil des Problems Kapitalismus ist. Dieses kann nicht transformiert sondern muss überwunden werden – für eine selbstbestimmte und bedürfnisorientierte Gesellschaft.
Heraus zur überregionalen Anti-WEF-Demo am 21.1.2012, 14 Uhr Heiliggeistkirche Bern!
Wipe out WEF!




